Abbildung von Windrädern sowie Illustration von LILLYDOO green Windeln, Feuchttüchern und Pants

LILLYDOO und ClimatePartner für den Klimaschutz

Wie ClimatePartner Unternehmen zu CO₂-Kompensation verhilft

Im Sinne des Klimaschutzes verfolgen immer mehr Unternehmen das Ziel, CO₂-Emissionen zu reduzieren – so auch LILLYDOO. Gemeinsam mit ClimatePartner berechnen und kompensieren wir alle Treibhausgase, die während der Produktion unserer Produkte, ihrer Lieferung und im Rahmen unseres Büroalltags anfallen. Aber wie können Unternehmen Klimaneutralität erreichen? Was kannst Du als Verbraucherin oder Verbraucher tun, um das Klima zu schützen? Und wie kann ClimatePartner dabei helfen, die Welt ein wenig grüner zu machen? Diese und weitere Fragen beantwortet ClimatePartner in unserem Interview und verrät Dir dabei alles, was Du über CO₂-kompensierte Produkte und Unternehmen schon immer wissen wolltest.

Die Mission hinter ClimatePartner

Was/wer ist ClimatePartner überhaupt und was macht ihr?

„Seit über 15 Jahren helfen wir Unternehmen dabei, im Klimaschutz aktiv zu werden. Dazu haben wir ein umfangreiches Lösungsangebot entwickelt, mit dem Unternehmen gemeinsam mit uns ihre CO₂-Emissionen berechnen, Möglichkeiten zur Reduktion aufgreifen und restliche Emissionen über international zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgleichen können. Auf diese Weise erlangen sie oder ihre Produkte Klimaneutralität.“

Mit welcher Intention habt ihr ClimatePartner gegründet?

„Es liegt auf der Hand: Wir müssen jetzt handeln und dabei alle verfügbaren Hebel in Bewegung setzen, die wir haben. Am Anfang hatten viele Unternehmen noch Bedenken, denn das Thema Klimaschutz war noch nicht so in den Köpfen verankert, wie es das inzwischen ist. Wir wollten aber genau da ansetzen: Unternehmen die Scheu vor der Auseinandersetzung mit ihren Emissionen nehmen und sie dazu ermutigen, Verantwortung für ihre Emissionen zu übernehmen.“

Klimaneutralität in Unternehmen

Was bedeutet es, wenn ein Produkt oder ein Unternehmen klimaneutral ist?

„Klimaneutral bedeutet, dass die Emissionen im ersten Schritt entsprechend gängigen Standards, wie dem Greenhouse Gas Protocol, erfasst und berechnet werden. In einem zweiten Schritt werden die Emissionen über zertifizierte Klimaschutzprojekte, in denen Emissionen in gleicher Höhe eingespart werden, ausgeglichen. Allerdings sollten stets nur die Emissionen ausgeglichen werden, die nicht weiter reduziert oder vermieden werden können. CO₂-Ausgleich ohne gleichzeitige bestmögliche Reduktionsbemühungen ist nicht zielführend und kein echter Beitrag zum Klimaschutz.“

Wie erreicht man Klimaneutralität?

„Das Prinzip der Klimaneutralität basiert auf der physikalischen Herleitung, dass Treibhausgase sich gleichmäßig in der Atmosphäre verteilen. Um Klimaneutralität zu erreichen, können daher Emissionen, die an einem Ort der Erde verursacht werden, an einem anderen Ort eingespart werden – wie es in den Klimaschutzprojekten geschieht. Somit ist die Bilanz ausgeglichen.“

Wie messt ihr überhaupt die CO₂-Bilanz von Produkten, Dienstleistungen oder sogar ganzen Unternehmen? Was wird alles dazu gezählt?

„Bei der Berechnung richten wir uns nach den strengen Vorgaben von Standards, in denen festgehalten ist, welche Aspekte bei einem Produkt oder Unternehmen berücksichtigt werden. Bei Produkten gibt es beispielsweise Ansätze, die die Emissionen der Rohstofferzeugung, Verarbeitung, Logistik und Transport sowie Verpackung bis hin zur Verwendung bei den Kunden und die Entsorgung beinhalten. Dabei werden die jeweils anfallenden Verbrauchsdaten wie Energie, Wasser, Rohstoffe etc. erhoben und in CO₂-Äquivalente umgerechnet.“

Warum ist der Ausgleich von CO₂-Emissionen so ein wichtiger Teil des ganzheitlichen Klimaschutzes?

„Nicht jedes Unternehmen kann seine Emissionen so weit reduzieren, wie es gerne möchte. Entweder ist sein CO₂-Fußabdruck ohnehin sehr klein oder es handelt sehr klimabewusst und hat somit einen Großteil seiner Emissionen bereits reduziert. Für viele Branchen gibt es oft noch keine Alternative zu ihren emissionsintensiven Produkten oder Dienstleistungen. Durch die Unterstützung entsprechender Klimaschutzprojekte können jedoch auch solche Unternehmen Emissionen ausgleichen und damit zum Klimaschutz beitragen – so lange, bis das Unternehmen weitere Fortschritte in seiner Nachhaltigkeitstransformation erreicht hat.

Neben der Emissionskompensation und -reduzierung fördern die Klimaschutzprojekte auch die nachhaltige Entwicklung im jeweiligen Projektland. So verbessern sie zum Beispiel den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zur Gesundheitsversorgung, bauen die lokale Infrastruktur aus, schaffen Arbeitsplätze oder tragen zum Erhalt der Biodiversität bei.“

Unterstützung von Klimaschutzprojekten

Wie wählt ClimatePartner aus, welche Projekte unterstützt werden?

„Bei der Auswahl der von uns unterstützten Klimaschutzprojekte achten wir darauf, dass sie international zertifiziert sind und somit hohen Standards und Qualitätsansprüchen genügen, wie dem Gold Standard oder Verified Carbon Standard und weiteren Zertifizierungen, wie beispielsweise FSC oder sozialen Standard. Zusätzlich haben wir einen weiteren Prozess, mit dem wir die vor Ort eingebundenen Partner überprüfen.“

Das Klimaschutzprojekt, das LILLYDOO aktuell unterstützt, ist ein Windenergieprojekt in Maharashtra, Indien. Was können sich LILLYDOO Kundinnen und Kunden darunter genau vorstellen?

„Das Klimaschutzprojekt #1354, Windenergie Georai, Indien fördert erneuerbare Energien in der indischen Region Maharashtra. Es wurden insgesamt 40 Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 80 Megawatt installiert, die saubere Energie in das indische Netz einspeisen. Da die Energieversorgung in Indien hauptsächlich durch Energie aus fossilen Brennstoffen gesichert wird, ersetzt der Windpark mit dem klimafreundlichen Strom einen Teil der fossilen Energie. Dadurch werden rund 137.000 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr eingespart. Das ist aber noch nicht alles: Das Klimaschutzprojekt trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele der UN bei, beispielsweise durch neue Arbeitsplätze und die Verbesserung der Stromversorgung. Durch den Erwerb von Zertifikaten aus diesem Projekt unterstützt LILLYDOO die Finanzierung und Arbeitsfähigkeit dieses Projekts.“

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Wieso unterstützt ClimatePartner Projekte am anderen Ende der Welt und nicht vor unserer Haustür?

„Treibhausgasemissionen verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre, daher ist es für das Klima irrelevant, an welchem Ort Emissionen eingespart werden. Hinzu kommt, dass Natur- und Klimaschutzprojekte in Deutschland zurzeit noch keine anrechenbaren Zertifikate zur CO₂-Einsparung generieren können.

Um regionales Engagement im Umwelt- und Klimaschutz vor Ort zu fördern, bietet ClimatePartner in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern sogenannte Kombiprojekte an. Dabei werden die CO₂-Emissionen vollständig über eines unserer international zertifizierten Klimaschutzprojekte ausgeglichen und zusätzlich dazu für jede ausgeglichene Tonne CO₂ freiwillig eine regionale Initiative in Deutschland oder Europa unterstützt. So kombinieren wir regionales Engagement mit garantierter Emissionseinsparung.“

Dein persönlicher Beitrag zu mehr Klimaneutralität

Wieso ist ein Siegel wie das von ClimatePartner so wichtig für Konsumentinnen/Konsumenten?

„Verbraucherinnen/Verbraucher wünschen sich klare Informationen und wollen sich beim Einkaufen orientieren können. Dafür sind Transparenz und Informationstiefe entscheidend. Unser Label Klimaneutral wird als vertrauenswürdiges Label auf zahlreichen unabhängigen oder staatlichen Siegelübersichten geführt.

Das Label bietet für jedes CO₂-kompensierte gestellte Produkt eine individuelle ID-Nummer, über die Verbraucherinnen und Verbraucher alle Details zum CO₂-Ausgleich abrufen können. Diese Transparenz ist wichtig und notwendig – denn nur so wird Verständnis geschaffen und kann Aufklärung zum eigenen Konsumverhalten stattfinden.”

Abgesehen von der Entscheidung für klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen: Wie können Konsumentinnen und Konsumenten einen Beitrag leisten und Klimaneutralität allgemein und die Projekte von ClimatePartner speziell unterstützen?

„Die bewusste Entscheidung für Produkte von Unternehmen, die offensichtlich Verantwortung für ihre Emissionen übernehmen, unterstützt nicht nur die Arbeit in den Klimaschutzprojekten, sondern kann auch das Unternehmen darin weiterbringen, sich noch mehr und verstärkt im Klimaschutz zu engagieren. Aber auch CO₂-kompensierte gestellte Produkte sind letztlich nicht emissionsfrei. Der stärkste Hebel der Verbraucherinnen und Verbraucher liegt ganz klar im eigenen Konsumverhalten. Neben der aktiven Entscheidung, WAS eingekauft wird, muss stets auch überlegt werden, OB ein Produkt eingekauft wird.”

Durch die Zusammenarbeit mit ClimatePartner ist es uns von LILLYDOO möglich, alle CO₂-Emissionen zu kompensieren, die von der Produktion unserer Produkte über ihre Lieferung und Entsorgung bis hin zum Büroalltag anfallen. Diese Möglichkeit nehmen wir gerne wahr und planen auch in Zukunft, unsere unvermeidbaren Emissionen auszugleichen. Nichtsdestotrotz arbeiten auch wir daran, unser Produktportfolio langfristig noch nachhaltiger zu gestalten. Einen großen Schritt sind wir bereits mit unseren LILLYDOO green Windeln, Pants und Feuchttüchern gegangen: Alle Produkte der LILLYDOO green Linie enthalten so wenig Plastik wie möglich. Die restliche Menge an Plastik wird in Kooperation mit Plastic Bank ausgeglichen. Die green Windeln und Pants sind außerdem in einem innovativen, FSC®-zertifizierten Papierbeutel (FSC-C135956) verpackt. Wir freuen uns, wenn Du unsere nächsten Schritte für den Klimaschutz verfolgst und uns auf unserer Mission zu mehr Nachhaltigkeit begleitest.

Häufig gestellte Fragen

Klimaschutzprojekte, die von ClimatePartner unterstützt werden, schonen nachweislich nicht nur das Klima, sondern schaffen auch Entwicklungschancen für die Menschen vor Ort. Beispiele für ClimatePartners zertifizierte Klimaschutzprojekte sind Initiativen für den Kohleausstieg in Kolumbien, die Solarenergie in Namibia, die Windenergie in der Karibik, den Waldschutz in Brasilien oder die Aufforstung in Nicaragua.

Klimaneutralität beschreibt einen Zustand, in dem in die Atmosphäre ausgestoßene CO₂-Emissionen vollständig kompensiert – also ausgeglichen – werden.

Strebt ein Unternehmen Klimaneutralität an, so müssen zunächst alle CO₂-Emissionen, die durch das Unternehmen verursacht werden, auch wieder eingespart werden. Das ist zum Beispiel durch zertifizierte Klimaschutzprojekte möglich. Durch die Zusammenarbeit mit ClimatePartner kann somit die Klimabilanz ausgeglichen werden.

Neben dem bewussten Konsum, der unter anderem den Kauf von klimaneutralen Produkten umfasst, kannst Du zusätzlich auf regionales und saisonales Obst und Gemüse setzen und Deinen Fleischkonsum senken. Auch andere Lebensbereiche tragen zu einem klimaneutralen Leben bei: Fortbewegung mit Fahrrad oder zu Fuß, Second-Hand-Shopping und selteneres Heizen sind nur ein paar Bespiele.

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