Kleinkind zeigt seine Handflächen mit roten Flecken durch die Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Symptome, Verlauf und Behandlung der Kinderkrankheit

Unangenehme, schmerzende Bläschen im Mund, an den Hand- und Fußsohlen: Wenn Dein Kind an diesen Symptomen leidet, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HFMK). Diese typische Kinderkrankheit ist zwar unangenehm, verläuft aber in aller Regel mild. In diesem Artikel erfährst Du, an welchen typischen Symptomen Du die Viruserkrankung erkennst, wie Du die Beschwerden Deines Kindes lindern und einer Ansteckung vorbeugen kannst.

Übertragung

Hand-Mund-Fuß ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem über Schmierinfektion, zum Beispiel über Hände, Türgriffe, Haltegriffe oder Treppengelände) übertragen wird. Aber auch eine Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen ist möglich. Die Übertragung findet vor allem über Hände (Schmierinfektion) und Körperflüssigkeiten, zum Beispiel über Türgriffe, Haltegriffe oder Treppengeländer, statt. Besonders die Flüssigkeit aus den Bläschen des Ausschlags ist ansteckend, und, da die Viren magensaftresistent sind, auch der Stuhl Infizierter. Zwischen der Ansteckung und Ausbruch der Infektionskrankheit liegen meist drei bis zehn Tage. Da die Ansteckungsgefahr durch die Flüssigkeit der Bläschen besonders hoch ist, sinkt die Infektionsgefahr, sobald die Bläschen ausgetrocknet sind. Auch wenn keine Krankheitsanzeichen mehr auf Hand-Mund-Fuß hinweisen, können die Viren jedoch noch mehrere Wochen vorhanden sein und über den Stuhl ausgeschieden werden. Besonders häufig stecken sich Kinder bis zu zehn Jahren mit Hand-Mund-Fuß an, weshalb die Viruserkrankung zu den typischen Kinderkrankheiten zählt. Aber auch ältere Kinder und Erwachsene können sich infizieren. Hand-Mund-Fuß tritt das ganze Jahr über auf, im Sommer und Herbst sind allerdings die meisten Infektionen zu beobachten.

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Symptome und Verlauf

Ausgelöst wir die Krankheit durch verschiedene, widerstandsfähige Viren, welche die Kinderkrankheit so ansteckend machen. Zu den ersten typischen Anzeichen können Fieber, Appetitlosigkeit, Hals-, Glieder- und Kopfschmerzen zählen. Ein bis zwei Tagen nach Beginn des Fiebers bilden sich dann kleine rote Flecken an der Mundschleimhaut (Aphten), in erster Linie an Zunge und Zahnfleisch. Im Verlauf der Krankheit entwickeln sich die Flecken zu schmerzhaften, weißgrauen Bläschen. Weitere ein bis zwei Tage später bilden sich flache oder erhabene rote Flecken auch um den Mund, an Hand- und Fußflächen – die typische Konstellation, die der Krankheit ihren Namen gibt. Unter Umständen können die Flecken aber auch am Gesäß, im Genitalbereich, an den Knien oder Ellenbogen auftreten. Selten kommt es zudem Entzündungen der Mandeln und Lippen. In der Regel führt der Ausschlag nicht zu Juckreiz, in einigen Fällen ist dies aber doch möglich. In den allermeisten Fällen verläuft die Hand-Mund-Fuß-Krankheit mild und auch ohne ärztliche Behandlung genesen die meisten kleinen und großen Patientinnen/Patienten innerhalb von fünf bis sieben Tagen. Die Bläschen heilen von alleine wieder ab, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen. Über 80% aller Infizierten, vor allem Erwachsene, zeigen überhaupt keine Symptome, können das Virus aber trotzdem weitergeben. Wie bei allen Viruserkrankungen kann es bei Hand-Mund-Fuß in sehr seltenen Fällen aber auch zu Komplikationen wie Hirnhaut-, Lungen- oder Herzmuskelentzündung kommen. Noch seltener kann es etwa vier Wochen nach der Infektion zum Abblättern oder Einreißen der Finger- oder Zehennägel kommen – diese wachsen aber wieder nach.

Wusstest Du, dass Hand-Mund-Fuß oft mit der Maul- und Klauenseuche in Verbindung gebracht wird? Mit der Erkrankung, die bei Rindern, Schafen und Schweinen auftritt, hat Hand-Mund-Fuß jedoch nichts zu tun.

Hand-Mund-Fuß während der Schwangerschaft

Auch in der Schwangerschaft verläuft die Krankheit in der Regel mild und zu Komplikationen kommt es nur in sehr seltenen Fällen. Wenn Du Dich kurz vor der Geburt mit der Krankheit infizierst, kann es jedoch passieren, dass Du Dein Baby bei der Geburt ansteckst. Dann sollte Dein Baby unbedingt ärztlich betreut werden: Zwar gilt auch für Neugeborene, dass die Krankheit in den allermeisten Fällen mild verläuft. In sehr seltenen Fällen kann das Virus jedoch Organe wie Leber oder Herz des Neugeborenen schwächen.

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Behandlung

Wenn Dein kleiner Entdecker unter den typischen Hand-Mund-Fuß Symptomen leidet, solltest Du unbedingt Deine Ärztin/Deinen Arzt kontaktieren, in erster Linie deshalb, um ernsthafte Erkrankungen wie beispielsweise eine Hirnhautentzündung ausschließen zu können. Wenn die Symptome nicht eindeutig sein sollten, kann eine Hand-Mund-Fuß-Infektion über eine Stuhlprobe, einen Rachenabstrich oder die Bläschen nachgewiesen werden. Auch wenn Dein Kind keine Nahrung und/oder Flüssigkeit zu sich nimmt, solltest Du Dir ärztlichen Rat holen. Meldepflichtig beim Gesundheitsamt ist die Infektionskrankheit allerdings nicht. Abgesehen von solchen Komplikationen ist keine spezielle Therapie zur Behandlung von Hand-Mund-Fuß erforderlich, lediglich die Symptome können gelindert werden. Gegen die unangenehmen Bläschen im Mund kann die Ärztin/der Arzt Deinem Kind eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Tinktur verschreiben, die entweder direkt auf die Bläschen gegeben oder als Spülung verwendet werden kann. Auch wenn Dein kleiner Entdecker an Fieber leidet, kann die Gabe von Zäpfchen oder fiebersenkenden Medikamenten sinnvoll sein. Bei sehr starkem Juckreiz wird selten auch ein Antihistaminikum verschrieben. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung gibt es ein paar Dinge, die Du zuhause tun kannst, um die Schmerzen Deines Kindes zu lindern und ihm etwas Gutes zu tun:

  • Wadenwickel können helfen, das Fieber zu senken.

  • Da das Schlucken bei Hand-Mund-Fuß unangenehm sein kann, biete ihm weiche Speisen wie Suppen, Brei oder Joghurt an.

  • Achte darauf, dass Dein kleiner Entdecker ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt – ein Strohhalm kann das Trinken erleichtern.

  • Auch ein Wassereis kann angenehm sein und durch die Kühlung Linderung schaffen.

  • Säurehaltige Speisen und Getränke sollte Dein Kind nicht zu sich nehmen.

  • Lockere Kleidung, Baumwollbettwäsche und mäßig beheizte Räume tragen dazu bei, den Juckreiz nicht zu verstärken.

  • Achte darauf, dass die Fingernägel Deines Kindes kurzgeschnitten sind, damit es sich bei starkem Juckreiz nicht die Haut aufkratzt.

  • Solange die Bläschen nicht verkrustet sind, sollten Bäder nicht länger als zehn Minuten dauern.

Vorsorge und Schutz

Ist Dein Kind an Hand-Mund-Fuß erkrankt, ist neben der Linderung seiner Symptome ebenso wichtig, Dich und andere in seinem Umfeld vor einer Ansteckung zu schützen. Solange seine Symptome akut sind, sollte Dein Kind deshalb nicht in KiTa und Co. gehen und solange zuhause bleiben, bis die infektiösen Bläschen vollständig eingetrocknet und alle Symptome komplett abgeklungen sind. Da es das Virus auch dann noch weitergeben kann, wenn es keine Symptome mehr hat, solltest Du auch danach im Kontakt zu anderen auf einige Hygienemaßnahmen achten, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren:

  • Deine und die Hände Deines Kindes regelmäßig mit Seife waschen, besonders nach dem Toilettengang und wenn Du Deinem Baby die Windel gewechselt hast.

  • Gegenstände, die oft berührt werden, regelmäßig reinigen: Spielzeug, Türklinken, Griffe etc.

  • Handtücher, Essbestecke und Geschirr sollten nicht geteilt werden.

Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht – ist Dein Kind jedoch einmal an Hand-Mund-Fuß erkrankt, ist es sein Leben lang immun gegen den auslösenden Virus. Da jedoch mehrere verschiedene Viren Auslöser der Krankheit sein können, ist trotzdem nicht ausgeschlossen, mehrmals im Leben an Hand-Mund-Fuß zu erkranken. Dein Kind mit Rötungen und Bläschen zu sehen ist sicher nicht einfach für Dein Mama- oder Papaherz. Doch auch diese Kinderkrankheit übersteht Dein kleiner Entdecker mit ein wenig Pflege und Liebe hoffentlich und ist schon bald wieder er selbst. Bis dahin wünschen wir gute Besserung!

Häufig gestellte Fragen

Zu den ersten Krankheitsanzeichen zählen Fieber, Appetitlosigkeit, Hals-, Glieder- und Kopfschmerzen. Dann bilden sich kleine rote Flecken an der Mundschleimhaut, die sich zu schmerzhaften, weißgrauen Bläschen entwickeln. Charakteristisch für die Krankheit sind flache oder erhabene rote Flecken um den Mund, an Hand- und Fußflächen. In einigen Fällen tauchen sie auch am Gesäß, im Genitalbereich, an den Knien oder Ellenbogen auftreten.

Ein bis zwei Tage nach den ersten grippeähnlichen Symptomen bilden sich kleine, rote Flecken an der Mundschleimhaut. Im Verlauf der Krankheit entwickeln sie sich zu schmerzhaften, weißgrauen Bläschen. Ein bis zwei Tage darauf bilden sich rote Flecken um den Mund, an Hand- und Fußflächen. In den meisten Fällen verläuft die Infektion mild und ist innerhalb von fünf bis sieben Tagen überstanden. Die Bläschen heilen von allein und ohne bleibende Spuren an. Über 80% aller Infizierten, vor allem Erwachsene, zeigen überhaupt keine Symptome.

Hand-Mund-Fuß wird über Schmier- oder Tröpfcheninfektion weitergegeben. Erkrankte sollten zuhause bleiben, bis die infektiösen Bläschen vollständig eingetrocknet und alle Symptome komplett abgeklungen sind. Auch danach besteht noch ein Ansteckungsrisiko und es sollte auf folgende Hygienemaßnahmen geachtet werden:

  • Hände regelmäßig mit Seife waschen, besonders nach dem Toilettengang und dem Windelwechsel.

  • Spielzeug, Türklinken, Griffe und andere Gegenstände, die häufig berührt werden, regelmäßig reinigen.

  • Handtücher, Essbestecke und Geschirr nicht teilen.

  • Auf Umarmungen und Küsse mit Infizierten verzichten.

Normalerweise verläuft die Krankheit auch in der Schwangerschaft mild und komplikationslos. Bei einer Infektion der Mutter kann die Krankheit jedoch bei der Geburt aufs Baby übertragen werden. Zwar verläuft die Infektion bei den allermeisten Neugeborenen mild, in sehr seltenen Fällen kann das Virus jedoch Organe wie Leber oder Herz des Babys schwächen.

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