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LILLYDOO Kolumnen Path 2 Created with Sketch. Mama, Mama, Kind und Hund
Mama, Mama, Kind und Hund
© Daniela Maniva Melo

Mama, Mama, Kind und Hund

Zum Internationalen Familientag am 15. Mai möchte LILLYDOO die Familie hochleben lassen. Denn eine Familie ist eine der schönsten und wichtigsten Säulen im Leben. Familie ist aber nicht gleich Familie. Und das ist gut so! Fünf Familien – stellvertretend für die bereichernde Vielfalt an Familien, die es gibt – haben uns Einblick in ihr Leben gewährt. Wir freuen uns, Dir hier ihre spannendenden und sehr persönlichen Geschichten vorzustellen. Vielleicht erkennst Du Dich und Deine Familie an der ein oder anderen Stelle sogar wieder? Doch auch, wenn Deine Familie ganz anders aussieht, sorgt bestimmt auch sie für die Extraladung Glück und Liebe in Deinem Leben.

Diesmal: Daniela, 36, und ihre Frau leben zusammen mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn und Hund bei Hamburg. Von dort aus betreibt Daniela auch ihren Blog Siebenkilopaket. In unserem Beitrag erzählt sie von ihrem farbenfrohen Familienalltag unter dem Regenbogen.

Hi! Ich bin Daniela und wohne mit meiner Frau, unserem Sohn und seiner Hundeschwester in der Nähe von Hamburg. Als LILLYDOO mich fragte, ob ich Teil dieser Serie sein möchte, habe ich sofort zugesagt. Denn ich freue mich sehr, stellvertretend für die vielen Regenbogenfamilien in Deutschland, von unserem Familienleben zu berichten.

Als meine Frau und ich uns vor fast 15 Jahren kennenlernten, war es für uns sofort klar: wir wollen zusammen alt werden – und zwar mit allem was dazu gehört. Mit jedem Tag gingen und gehen unsere Träume in Erfüllung: auf unzähligen Reisen konnte ich meiner Frau mein Heimatland Brasilien zeigen, die Eintragung unserer Lebenspartnerschaft feierten wir mit einem rauschenden Fest, unsere kleine Boxer-Hündin Emmy gesellte sich zu uns und stellte unser Leben auf den Kopf. Aber all das ist nichts im Vergleich zu dem Glück, das uns 2015 ereilen sollte: das Glück, Mütter von einem wunderbaren kleinen Mann zu werden.

Seitdem sind wir Mama und Mamãe. Der Kleine wird zweisprachig erzogen – tagsüber spreche ich mit ihm Portugiesisch während meine Frau nach dem Feierabend Deutsch mit ihm redet. Beide Sprachen versteht er gleich gut – auch wenn er manchmal so tut, als wäre er auf dem jeweiligen Ohr taub. ;-)

Der Alltag: Spontanität statt Struktur

Unser Alltag ist bunt – andere würden wahrscheinlich chaotisch sagen. :) Wir waren noch nie sehr gut strukturierte Menschen und der Kleine hat die kaum vorhandene Ordnung komplett durcheinander gewürfelt. Und jetzt hat er das Sagen. Er nimmt uns mit und wir folgen – wir sind viel draußen in der Natur, fahren so häufig wie wir können ans Meer und entdecken mit ihm gemeinsam die Welt neu. Die Zeit, in der man von einem Termin zum anderen hetzt, kommt leider schon früh genug. Deswegen versuchen wir so viel wie möglich im Jetzt zu leben und viel Zeit füreinander zu haben. Ein typischer Tag mit meiner Familie sieht deshalb so aus: Morgens nehmen wir uns viel Zeit für ein leckeres Frühstück, meistens mit Waffeln oder Pfannkuchen. Dann gehen wir in den Wald, um Stöckchen zu werfen und den Kopf von der Woche frei zu bekommen. Momentan kann der Kleine sich nicht so recht entscheiden, ob er noch seinen Mittagsschlaf machen möchte oder nicht. Davon machen wir es abhängig, wie wir unseren Nachmittag gestalten. Wir entscheiden also meistens recht spontan, ob wir Freunde besuchen, sie vorbeikommen, oder fahren, wenn es passt, ganz spontan an die Nordsee. Abends wenn der Kleine ins Bett geht genießen wir einfach die Ruhe und die Zeit, die wir füreinander haben. Häufig indem wir uns dazu legen und sofort einschlafen. :)


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Ich könnte mir gar nicht vorstellen wie es wäre, einen Tag ohne meine Familie zu sein. Wir haben uns für dieses Leben entschieden, vom ersten Tag an. Berufliche Entscheidungen getroffen, die uns viel Familienzeit ermöglichen – selbst als weder Kind noch Hund da waren. Wir fliegen nicht in den Urlaub – so haben wir den Hund immer dabei. Meine Elternzeit habe ich vor gar nicht allzu langer Zeit verlängert, damit ich unseren Kleinen aufwachsen sehen kann.

Früher habe ich am allerliebsten laute Musik gehört, heute kann das Lachen unseres Kleinen nicht laut genug sein. Wir denken häufig über weitere Kinder nach, nur ist das leider nichts was einer Regenbogenfamilie spontan widerfährt. Dadurch, dass wir „nur“ in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und nicht in einer Ehe, sind viele Türen für uns verschlossen, wie zum Beispiel die Übernahme der Kosten einer künstlichen Befruchtung seitens der Krankenkassen oder die Möglichkeit ein Kind gemeinsam zu adoptieren (momentan ist das nur nacheinander möglich). Wer denkt, dass nach der Geburt des Kindes die größten bürokratischen Hürden überwunden seien, irrt sich. Die Zeit danach strapaziert die Nerven einer Familie genauso: es folgt der häufig langwierige Prozess der Stiefkindadoption, den wir glücklicherweise hinter uns bringen konnten und über den ich auf meinem Blog ausführlich berichtet habe.

Die Hoffnung, dass aus „ungewöhnlich“ „üblich“ wird

Immerhin erfahren wir durch unser Umfeld ausschließlich Respekt und Toleranz. Daraus schöpfen wir Mut und Kraft um den Widrigkeiten zu begegnen, die noch auf unserem Weg liegen könnten.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die verschiedenen Familienkonstellationen noch viel mehr das Familienbild prägen: auf den Straßen, in der Werbung, in der Großstadt, auf dem Dorf. Kurz: die Familie von nebenan, für die es gar keiner Differenzierung bedarf. Ich wünsche mir, dass die Politik nicht immer und immer wieder die Gesetze durch Ergänzungen verschlimmbessert, sondern dass endlich eine echte Gleichstellung stattfindet, die auch gelebt wird und nicht nur eine leere Worthülse bleibt. Damit der Regenbogen weiterhin in seinen schönsten Farben strahlen kann.