Mutter und Kleinkind stehen gemeinsam vor der geöffneten Waschmaschine

Nachhaltiger waschen und putzen

Tipps für einen umweltschonenden Haushalt

Nie enden wollende Wäscheberge und eine Wohnung, die quasi jeden zweiten Tag eine Grundreinigung gebrauchen könnte – die Chancen stehen gut, dass Dir das als Mama oder Papa bekannt vorkommt. ;) Gleichzeitig hast Du vielleicht auch den Wunsch, Dein Leben mit Baby möglichst ressourcenschonend zu gestalten und Deinen ökologischen Fußabdruck auch in Sachen Haushalt zu reduzieren. Grund genug, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, wie das Waschen und Putzen möglichst nachhaltig funktioniert und welche Produkte umweltschonend und gleichzeitig wirksam sind. Die besten Tipps dazu findest Du in diesem Artikel.

Nachhaltig Waschen

Die Waschmaschine nutzen wir alle und mit Baby läuft sie gefühlt rund um die Uhr. Dabei sind es vor allem zwei Faktoren, die sich negativ auf unsere Umwelt auswirken können:

  1. Das Waschmittel kann nicht biologisch abbaubare Stoffe enthalten, die über das Abwasser in unsere Gewässer gelangen und deren Organismus schaden können.

  2. Durch häufiges Waschen steigt der Strom- und damit Energieverbrauch.

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Dementsprechend gibt es einige Dinge, auf die Du achten kannst, um das Waschen umweltschonender zu gestalten:

  • Schon bei Anschaffung der Waschmaschine auf ihre Energieffizienz achten: A++ und A+++ sind am umweltschonendsten.

  • Die Waschmaschine voll beladen. Indem Du möglichst viel Wäsche auf einmal reinigst, nutzt Du jeden Waschgang optimal aus und musst die Maschine seltener anwerfen. Optimal beladen ist sie, wenn zwischen Wäsche und oberem Trommelrand eine Handbreit Platz ist.

  • Auf die richtige Dosierung des Waschmittels achten. Viele Menschen nutzen tendenziell mehr Waschmittel als notwendig ist, um die Kleidung wirklich sauber zu bekommen. Orientiere Dich deshalb bei der Dosierung am besten direkt an den Angaben auf der Waschmittelpackung. Ein weiterer Tipp: Auch die Wasserhärte beeinflusst die optimale Waschmittelmenge (je härter das Wasser, desto mehr Waschmittel ist notwendig). Wie hart das Wasser in Deinem Wohnort ist, kannst Du bei Deinem Wasserversorger erfragen.

  • Das richtige Waschmittel benutzen: Generell ist Pulverwaschmittel weniger belastend als Flüssigwaschmittel, das mehr für Gewässer schädliche Tenside enthält.

  • Auf Weichspüler verzichten. Weichspüler enthält zusätzliche Chemie, die mit dem Abwasser in Umlauf gerät. Als natürliche Alternative zu Weichspüler dienen etwa ein Esslöffel Apfelessig oder Natron, welches Du einfach ins Waschmaschinenfach für Weichspüler gibst. Beide Mittel wirken gegen Kalkablagerungen und sorgen dafür, dass die Wäsche schön weich wird. Der typische Essiggeruch verfliegt, sobald die Wäsche getrocknet ist.

  • So kalt wie möglich waschen. Mit dem Senken der Temperatur kannst Du bei jedem Waschgang einiges an Energie sparen. Für die meisten Wäschestücke sind Waschtemperaturen von 30 bis 40 Grad Celsius vollkommen ausreichend. Trotzdem empfiehlt es sich, mindestens einmal im Monat bei 60 Grad Celsius zu waschen (Handtücher, Bett- und Unterwäsche), damit sich in der Waschmaschine keine Keime bilden. Zusätzlich wird zweimal im Jahr eine Kochwäsche empfohlen, während derer sich Kalk, Bakterien und Ablagerungen lösen und die so die Lebensdauer Deiner Waschmaschine verlängert.

  • Auf Vorwäsche verzichten: Bei modernen Waschmaschinen ist dieses Programm in der Regel nicht notwendig, um Deine Wäsche richtig sauber zu bekommen. Wenn Du doch einige stärker verschmutze Teile hast, versuche es mal mit der Vorbehandlung mit natürlichen Fleckenmitteln wie Gallseife oder Zitronensaft.

  • Die Schleuderzahl reduzieren: Auch auf hohe Schleuderzahlen kannst Du mit einer modernen Waschmaschine getrost verzichten. Das starke Schleudern verbraucht nur unnötig viel Energie und nutzt gleichzeitig Deine Waschmaschine ab.

  • Lufttrocknen statt Wäschetrockner. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Wäschetrockner verbraucht einiges an Energie, während Deine Wäsche auf der Leine ganz emissionsfrei trocken wird.

  • Aufs Waschen verzichten. Damit ist natürlich nicht gemeint, dass Du Deine Waschmaschine komplett abschaffen sollst. ;) Aber manchmal ist es gar nicht notwendig, Wäsche direkt in die Maschine zu geben: Häufig tut es auch Lüften oder das Einfrieren einzelner Stücke für ein paar Stunden, um Deine Wäsche wieder aufzufrischen. Weiterer Pluspunkt: Indem Du sie seltener wäschst, schonst Du außerdem Deine Kleidung und verlängerst ihre Lebensdauer.

  • Waschen im Eco-Waschgang: Die meisten Waschmaschinen besitzen heutzutage ein Eco-Programm. Dieses dauert zwar länger, wäscht aber gleichzeitig bei niedrigerer Temperatur. Dadurch, dass das Wasser nicht in kürzester Zeit erhitzt werden muss und das Waschmittel mehr Zeit zum Einwirken hat, spart der Eco-Waschgang also Energie, liefert aber ein ebenso sauberes Waschergebnis.

  • Synthetikstoffe vermeiden: Polyester, Nylon und Co. können beim Waschen schädliches Mikroplastik in den Wasserkreislauf abgeben. Falls Du doch mal synthetische Stoffe wäschst, gib sie vorher am besten in einen speziellen Waschbeutel, der die Fasern, die sich beim Waschen lösen, auffängt.

  • Nachhaltiges Waschmittel verwenden. Ökologische Waschmittel basieren auf pflanzlichen Mitteln und verzichten auf chemische Zusätze wie optische Aufheller, Farbstoffe und Schaumverstärker. Daneben gibt es auch komplett natürliche Alternativen wie etwa Waschnüsse. Die getrockneten Früchte des Waschnussbaums sind komplett biologisch abbaubar und bilden bei Kontakt mit Wasser Schaum, der natürliche Saponine enthält. Die Waschleistung der Nüsse ist allerdings begrenzt und kann auf hellen Stoffen einen Gelbschleier hinterlassen. Eine weitere Möglichkeit sind wiederverwendbare Waschbälle aus Kunststoff. In ihrem Inneren befinden sich Mineralkugeln, die bei Wasserkontakt negativ geladene Ionen absondern, welche wiederum leichte Verschmutzungen lösen. Eine zusätzliche Reinigungswirkung wird durch die Reibung erzielt, die durch die Bewegung des Balls in der Maschine entstehen. Auch die Waschbälle können Flecken jedoch nur bis zu einem bestimmten Grad lösen.

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Wie wasche ich Babywäsche richtig?

Fingerfarbe, der erste Karottenbrei oder Erkundungstouren im Sandkasten – keine Frage, Babykleidung und andere Wäsche Deines kleinen Entdeckers ist besonders fleckenanfällig. Hinzu kommt, dass die Haut Deines Babys noch wesentlich dünner ist als die Erwachsener und damit besonders empfindlich gegenüber potentiell reizenden Waschmitteln. Worauf kommt es also bei der Wäsche der Allerkleinsten an?

  • Babykleidung und andere Wäsche, mit der Dein Kind in Berührung kommt, solltest Du vor dem ersten Tragen immer waschen, um eventuelle Rückstände von Chemikalien zu entfernen.

  • Unterwäsche, Bettwäsche, Stoffwindeln und andere stark verschmutzte Kleidungsstücke werden am besten bei 60 Grad Celsius gewaschen, für andere Kleidungsstücke reichen 30 bis 40 Grad Celsius. Naturmaterialien wie Wolle oder Seide kannst Du entweder mit der Hand oder im Feinwaschprogramm waschen.

  • Damit die empfindliche Haut Deines Kindes nicht mit künstlichen Duft- und Zusatzstoffen in Berührung kommt, solltest Du für die Wäsche ein mildes Waschmittel verwenden. Weichspüler, zusätzlicher Hygienespüler oder Desinfektionsmittel sind dabei nicht notwendig, im Gegenteil: Sie können potentiell sogar Hautreizungen auslösen. Hartnäckige Flecken kannst Du stattdessen mit natürlichen Fleckenmitteln wie zum Beispiel Gallseife vorbehandeln.

  • Auch neue Kuscheltiere solltest Du waschen, bevor sie Deinen kleinen Entdecker überall hinbegleiten dürfen. Am besten reinigst Du sie mit Handwäsche und Feinwaschmittel und wiederholst das Bad immer mal wieder, sobald die liebgewonnenen Alltagsbegleiter verschmutzt sind. Nicht waschbare Kuscheltiere kannst Du einfach für 48 Stunden in die Kühltruhe geben, um Keime abzutöten.

Warum kann ein Putzplan sinnvoll sein und welches Waschmittel ist eigentlich das richtige bei sensibler Haut? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund ums Waschen und Putzen findest Du im everdrop Magazin. Auch wenn Du noch auf der Suche nach einem passenden Wasch- oder Putzmittel bist, wirst Du hier fündig: Die veganen und tierversuchsfreien Produkte von everdrop enthalten keine unnötige Chemie, verzichten auf Füllstoffe und sind nachhaltig ohne Einwegplastik und Mikroplastik verpackt.

Worauf kann ich beim umweltschonenden Putzen achten?

Auch beim Putzen gibt es einige Dinge, die Du beachten kannst, um die Umwelt zu schonen. Denn: Viele herkömmliche Putzmittel sind erdölbasiert und enthalten künstliche Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die mit dem Putzwasser in die Umwelt gelangen. Darüber hinaus können die Stoffe Haut und Schleimhäute austrocknen und Allergien auslösen, gerade auch bei empfindlichen Babys. Deshalb hier unsere besten Tipps für das nachhaltige Putzen:

  • Weniger Produkte nutzen. Es müssen nicht unbedingt zahllose Spezialprodukte sein. Um den Haushalt sauber zu halten, reichen in der Regel Allzweckreiniger, Scheuermilch und Spülmittel. Letzteres beispielsweise wirkt fettlösend und kann daher auch zur Reinigung der Küche genutzt werden. Daneben gibt es auch das ein oder andere natürliche Hausmittel, dass Du anstelle scharfer Putzmittel verwenden kannst. Zitronensäure etwa wirkt gegen Kalk, Soda gegen Fett und Soda und Essig gegen verstopfte Abflüsse und Angebranntes.

  • Alternativ dazu gibt es auch ökologische Reinigungsmittel, die schonender zur Umwelt sind. Achte beim Kauf einfach auf Siegel wie den Blauen Engel oder das EU Ecolabel.

  • Sparsam dosieren. Egal welches Reinigungsmittel Du nutzt, durch die sparsame Dosierung gelangen weniger schädliche Stoffe in die Umwelt. Tipp: Lass die Mittel länger einwirken oder löse Verschmutzungen durch Schrubben, so benötigst Du weniger Putzmittel.

  • Auf Einweghilfsmittel verzichten. Für viele Hilfsmittel wie etwa Papierhandtücher, die nach einmaligem Benutzen in der Tonne landen, gibt es nachhaltigere Alternativen, wie zum Beispiel waschbare und wiederverwendbare Stofftücher. Als Putztücher eignen sich solche aus Baumwolle wunderbar, die sich einfach bei 60 Grad Celsius waschen und immer wiederverwenden lassen. Damit sie lange halten und hygienisch bleiben, achte darauf, eines für jeden Raum zu verwenden, sie nach jedem Putzen zu waschen und immer gut trocknen zu lassen. Auch scharfe Putzmittel lassen sich teils durch langlebige Hilfsmittel wie Bürsten oder Kupfertücher ersetzen.

  • Auf bestimmte Haushaltsprodukte wie WC-Steine, Abflussmittel, Duftspender und Sprays solltest Du nach Möglichkeit verzichten, da sie in der Regel eine Vielzahl künstlicher Duft- und Zusatzstoffe enthalten. Auch hier gilt: Hausmittel oder Zubehör wie eine Saugglocke oder eine Abflussspirale sind die nachhaltigere Alternative.

Spätestens wenn Dein Baby beginnt, sein Umfeld mit allen Sinnen zu erkunden willst Du sichergehen, dass die Wohnung immer sauber ist. Ähnlich wie beim Waschen sind spezielle antibakterielle Mittel jedoch nicht notwendig. Dennoch gilt selbstverständlich für Putzmittel aller Art: Immer gut verschlossen und außerhalb der Reichweite Deines Kindes aufbewahren.

Du siehst, es genügt schon, ein paar Kleinigkeiten zu beachten, um das Waschen und Putzen ein wenig umweltschonender zu machen. Um das Familienleben nachhaltiger zu gestalten, muss sich außerdem nicht immer alles sofort verändern – schrittweise ist es gar nicht so schwer, umweltschonende Entscheidungen zu treffen.

Häufig gestellte Fragen

Mit ein paar Kniffen kannst Du Deine Wäsche nachhaltiger gestalten:

  1. Waschmaschine voll beladen

  2. Bei möglichst niedriger Temperatur waschen

  3. Ökologisches (Pulver-)Waschmittel nutzen

  4. Waschmittel richtig dosieren

  5. Auf Weichspüler verzichten

  6. Wäsche lufttrocknen

Generell sind Pulverwaschmittel umweltschonender als flüssige. Ökologische Waschmittel verzichten außerdem auf chemische Zusätze wie optische Aufheller, Farbstoffe und Schaumverstärker.

Beim umweltschonenden Putzen gilt: Weniger ist mehr. Je weniger Putzmittel Du nutzt, desto weniger schädliche Stoffe landen in der Umwelt. Nutze anstelle chemischer Putzmittel ökologische Alternativen oder natürliche Hausmittel wie Zitronensäure gegen Kalk, Soda gegen Fett und Soda und Essig gegen verstopfte Abflüsse und Angebranntes.

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