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Vor der Geburt ihres Kindes stellen sich viele Eltern die Frage: Tragen oder Schieben? Letztendlich hängt diese Entscheidung von Deinen und den Vorlieben Deines Babys sowie Deinem Lebensstil ab. In diesem Artikel haben wir die Variante „Schieben“ näher unter die Lupe genommen und die Vor- und Nachteile eines Kinderwagens für Dich zusammengefasst. Außerdem stellen wir Dir die unterschiedlichen Modelle vor und LILLYDOO Hebamme Sissi verrät, wie Du darunter das richtige für Dich findest.

Welche Vorteile bietet ein Kinderwagen?

Wenn Dein kleiner Entdecker auf der Welt ist, wirst Du schnell merken: Als Mama oder Papa hat man immer etwas zu schleppen. ;) Ein Kinderwagen, in dem sich neben dem wertvollsten Gut – Deinem Baby – auch Einkäufe, Wickeltasche und Co. verstauen lassen, kann da eine große Erleichterung sein. Auch wenn Du bereits ein älteres Kind hast, fährt dieses, je nach Alter, im Geschwisterwagen oder auf einem speziellen Board stehend ganz bequem mit. Deinem Baby bietet der abgeschirmte Kinderwagen auch unterwegs einen ungestörten Schlafplatz und gleichzeitig genügend Bewegungs- und Strampelfreiheit, wenn es wach ist. Der Kinderwagen ist außerdem ein praktischer Wickelplatz, wenn es mal schnell gehen muss.

Welche Nachteile kann ein Kinderwagen haben?

So praktisch er auch sein mag, in bestimmten Situationen hat ein Kinderwagen auch Nachteile. So kann er beispielsweise in Bussen und Bahnen, engen Geschäften oder in größeren Menschenansammlungen hinderlich sein. Je nachdem, wohin es geht und welche Hindernisse sich euch in den Weg stellen, kann die Fortbewegung mit Kinderwagen deutlich langsamer sein als ohne – etwa, weil Du erst einen Aufzug suchen musst, anstatt wie gewohnt den direkten Weg über die Treppe nehmen zu können. Auch der Auf- und Abbau auf Reisen oder beim Transport mit dem Auto bedeutet Aufwand. Hinzu kommt, dass ein hochwertiger, neuer Kinderwagen eine vergleichsweise teure Anschaffung ist. Wenn Du den Wagen nicht jedes Mal in die Wohnung oder den Keller schleppen willst, kann zu guter Letzt die Suche nach einem geeigneten Abstellplatz besonders in der Stadt zum Problem werden.

Welche Kinderwagen gibt es?

Es gibt Kinderwagen für die verschiedensten Bedürfnisse: Kombikinderwagen, die sich umfunktionieren lassen, sobald Dein Entdecker mehr von seiner Umgebung mitbekommen möchte, Mehrlings- oder Geschwisterwagen, Modelle, die zum Joggen geeignet sind, kleine, kompakte Wagen für die Stadt ebenso wie solche mit großen Reifen fürs Gelände – gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten. Hier haben wir die gängigsten Kinderwagenmodelle und ihre Besonderheiten einmal für Dich zusammengetragen.

  • Erstlingswagen

Das Besondere am Erstlingswagen ist seine komplett gerade Liegefläche, auf der schon Neugeborene liegen können, ohne dass ihre empfindliche Wirbelsäule belastet wird. Auch eine stabile Tragewanne, große Reifen und eine gute Federung, die Stöße abfängt, sorgen dafür, dass Dein Baby sicher darin transportiert wird. Da der Erstlingswagen nur über eine Liegewanne verfügt, kann er allerdings nur solange genutzt werden, bis Dein Baby beginnt zu sitzen.

  • Kombikinderwagen

Der Kombikinderwagen ist der Klassiker unter den Kinderwagenmodellen. Mit einem austauschbaren Aufsatz ist er für Neugeborene genauso geeignet wie für Kleinkinder, die im Sitzen die Welt entdecken. Sobald Dein Kind sitzen kann, kannst Du die Liegewanne ganz einfach gegen eine passende Sitzeinheit tauschen – der Wagen wächst also praktisch mit.

  • Buggy

Im Gegensatz zu einem Kombikinderwagen ist ein Buggy wesentlich leichter, wendiger und einfach zu verstauen und zu transportieren. Da Dein Baby im Buggy die meiste Zeit aufrecht sitzt und dieser über eine geringere Federung als ein Erstlings- oder Kombikinderwagen verfügt, ist ein Buggy erst ab einem Alter von circa sechs Monaten empfohlen. Vom einfachen, klappbaren Sitzbuggy bis zum verstellbaren Liegebuggy ist die Auswahl hier groß und abhängig von Deinen Bedürfnissen.

  • Jogger

Wenn Du sportlich aktiv bist und Dein Kind mit in Dein Hobby einbinden möchtest, empfiehl sich ein leichter Jogger mit drei großen, luftgefüllten Reifen und einer guten Federung für Wendigkeit und Stabilität. Nicht nur für den Sport, auch wenn Du viel auf unebenem Gelände unterwegs bist, ist ein Jogger unter Umständen die richtige Wahl. Da die Wirbelsäule Deines Kindes stabil sein sollte, bevor Du tatsächlich mit ihm laufen gehst, werden Jogger ab circa 6 bis 9 Monaten empfohlen. Lass Dich dazu am besten im Fachgeschäft ausführlich beraten.

  • Mehrlings- und Geschwisterwagen

Wenn Du Mehrlinge oder mehrere Kinder mit geringem Altersabstand hast, erleichtert Dir ein entsprechender Wagen den Alltag. Neben dem Mehrlingswagen für zwei oder mehr Babys im Liege- beziehungsweise Sitzalter bieten Geschwisterwagen verschiedenste Kombinationsmöglichkeiten. Je nach Alter Deiner Entdecker kannst Du so etwa Liegewanne mit Sportsitz kombinieren und diese bei einigen Modellen auch flexibel umbauen, etwa wenn eines Deiner Kinder nicht mehr auf den Wagen angewiesen ist.

Wie finde ich die richtige Option für mich und mein Baby?

Neben den verschiedenen Modellen gibt es noch einiges an Zubehör, mit dem Du den Wagen Deiner Wahl ausstatten kannst. Du siehst, die Auswahl ist ganz schön groß und es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Im Video gibt unsere Hebamme Sissi ihre persönlichen Tipps rund um den Kinderwagenkauf und erklärt, was Du dabei beachten kannst.

Was kostet ein Kinderwagen?

Wenn Du schon mit der Suche begonnen hast, hast Du sicher gemerkt: Ein Kinderwagen gehört zu den teureren Anschaffungen für Dein Baby. Dennoch gibt es auch hier große Preisunterschiede zwischen den Modellen und letztendlich ist es abhängig von Deinen individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen, wieviel Geld Du für einen Kinderwagen ausgeben möchtest. Auch wenn die Sicherheit und das Wohlbefinden Deines kleinen Entdeckers immer an erster Stelle stehen sollten, gibt es durchaus auch hochwertige Modelle für kleines Budget. Ein einfacher Buggy gehört sicher zu den günstigsten Varianten, Du bekommst ihn neu ab ungefähr 50 Euro. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt, sodass ein neuer Kinderwagen auch mal einige tausend Euro kosten kann – das ist aber natürlich eher die Ausnahme als die Regel. ;) Eine gute Alternative zur Anschaffung eines neuen Kinderwagens ist auch der Kauf eines gebrauchten Modells. Das ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch nachhaltiger. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, einen Kinderwagen oder Buggy so lange zu mieten, wie Du ihn wirklich brauchst. So hast Du je nach Alter und Lebenslage den passenden Kinderwagen für Deinen kleinen Entdecker zur Verfügung, ohne jedes Mal ein neues Modell anzuschaffen.

Da Du in den nächsten Monaten viel mit dem Kinderwagen unterwegs sein wirst und Dein Baby ebenso viel Zeit darin verbringen wird, ist Sissis wichtigster Tipp, rechtzeitig vor der Anschaffung darüber nachzudenken, welches Modell zu Deiner Wohnsituation, Deinen Vorlieben und Deinem Alltag passt. Probiere im Laden oder bei Freunden, die bereits ein Kind haben, ruhig mehrere Varianten aus und lass Dich zu den verschiedenen Möglichkeiten beraten, bevor Du Deine Wahl triffst. Und falls Du die Frage nach Tragen oder Schieben doch noch nicht ganz für Dich beantworten konntest, sei unbesorgt: Kinderwagen und Babytrage ergänzen sich ganz wunderbar. ;)

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