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Geburtstermin und Schwangerschaftswoche berechnen

Geburtstermin und Schwangerschaftswoche berechnen

Errechneten Entbindungstermin bestimmen – was Du wissen musst

Die meisten Eltern wollen genau wissen, wann sie mit der Ankunft ihres kleinen Entdeckers rechnen können – doch das ist gar nicht so einfach vorherzusagen. In diesem Artikel erfährst Du, wieso eine Schwangerschaft nicht unbedingt genau neun Monate dauert, wie der errechnete Geburtstermin Deines Babys bestimmt wird und wieso es sich dabei nicht um ein konkretes Datum handelt.

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Wieso ist der errechnete Geburtstermin wichtig?

Der errechnete Geburtstermin (auch ET oder EGT) ermöglicht werdenden Eltern, sich auf einen bestimmten Zeitpunkt einstellen zu können und wenigstens ungefähr zu wissen, wann ihr Baby auf die Welt kommt. Die Bestimmung der aktuellen Schwangerschaftswoche gibt außerdem Auskunft darüber, wann welche Vorsorgeuntersuchung ansteht. Deine Ärztin/Dein Arzt kann dabei anhand des errechneten Geburtstermins den Verlauf der Schwangerschaft und die altersgerechte Entwicklung Deines Babys beurteilen. Deshalb wird der ET, gemeinsam mit den Ergebnissen der jeweiligen Untersuchungen, in Deinem Mutterpass eingetragen. Auch für Deinen Arbeitgeber ist der errechnete Geburtstermin von Bedeutung. Er ist ausschlaggebend für Deinen Start in den Mutterschutz, der sechs Wochen vor dem errechneten Termin beginnt und acht Wochen nach der Geburt endet. Falls die Geburt doch früher stattfindet als geplant, wird die Schutzfrist übrigens um die entsprechende Anzahl an Tagen verlängert. Andersherum verkürzt sich der Mutterschutz nicht, wenn Dein Baby erst nach dem errechneten Datum zur Welt kommt.

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Wie wird der errechnete Geburtstermin bestimmt?

Zur Bestimmung des Geburtstermins werden verschiedene Methoden genutzt. Wir haben die unterschiedlichen Möglichkeiten sowie ihre Vor- und Nachteile für Dich zusammengefasst:

1. Mathematische Berechnung(en)
  • Zählweise ab Befruchtung
    Eine Schwangerschaft beginnt immer mit der Befruchtung der Eizelle in der Mitte des weiblichen Zyklus, also circa 12 bis 16 Tage vor dem theoretischen Einsetzen der Periode. Wenn Du den genauen Tag der Befruchtung kennst, kannst Du den Geburtstermin mithilfe der sogenannten Konzeptionsmethode berechnen:

    Empfängnistermin minus 3 Monate minus 7 Tage plus 1 Jahr

    Ab dem Zeitpunkt der Befruchtung gerechnet beträgt die Dauer der Schwangerschaft 266 bis 267 Tage oder 38 Wochen. Voraussetzung für diese Terminbestimmungsmethode ist, dass Du den genauen Tag der Befruchtung kennst. Häufig lässt er sich jedoch nicht mit Sicherheit bestimmen, da viele Frauen einen eher unregelmäßigen Zyklus haben oder sich der Eisprung, abhängig von verschiedenen Faktoren, auch mal verschieben kann.
  • Zählweise ab letzter Periode
    Für viele Frauen ist es deshalb einfacher, den ersten Tag ihrer letzten Periode zu bestimmen und den Geburtstermin anhand dessen zu errechnen. Das geht mit der sogenannten Naegele-Regel:

    Erster Tag der Periode plus 1 Jahr minus 3 Monate plus 7 Tage (plus/minus die Anzahl der Tage, die die Zykluslänge vom 28-tägigen „Normrhythmus“ abweicht)

    Gerechnet ab dem Zeitpunkt der letzten Periode dauert eine Schwangerschaft 280 bis 282 Tage oder 40 Wochen, wobei Du in den ersten beiden Wochen eigentlich noch gar nicht schwanger bist. Zwischen dem Alter Deines ungeborenen Babys und der im Mutterpass eingetragenen Schwangerschaftswoche liegen also immer ungefähr zwei Wochen. Voraussetzung für die Bestimmung des Geburtstermins mit der Naegele-Regel ist, dass Du einen regelmäßigen Zyklus hast und weißt, wann Deine letzte Periode war.
  • Beide Rechnungen liefern eher ungefähre Werte, da sie nicht die unterschiedliche Länge der Monate berücksichtigen. Beide basieren außerdem auf der Annahme, dass ein Zyklus genau 28 Tage umfasst, was nicht immer der Fall ist. Zumindest mit der Naegele-Regel lässt sich diese Ungenauigkeit in der Rechnung aber ausgleichen.

2. Berechnung mit dem Gravidarium
geburtstermin

Das Gravidarium ist eine drehbare Datenscheibe, die häufig von Hebammen als Hilfsmittel zur Bestimmung des Geburtstermins genutzt wird. Ihr liegt das gleiche Prinzip wie der mathematischen Bestimmung zugrunde, sie erspart einem allerdings das komplizierte Rechnen. Da man alle relevanten Kennzahlen wie die Zykluslänge oder den Tag der mutmaßlichen Befruchtung auf dem Gravidarium einstellen kann, gibt es auf einen Blick Auskunft über den errechneten Geburtstermin und den wahrscheinlichen Geburtszeitraum. Einige Gravidarien bieten zusätzlich einen Überblick darüber, wann welche Untersuchungen anstehen.

3. Berechnung mittels Ultraschalls

Eine genauere Bestimmung des Geburtstermins ist meist bei der ersten Vorsorgeuntersuchung zwischen der 5. und 12. Schwangerschaftswoche möglich. Deine Ärztin/Dein Arzt vermisst beim Ultraschall die Größe Deines Babys (Scheitel-Steiß-Länge, kurz SSL). Durch den Vergleich mit statistischen Wachstumswerten kann sie/er die aktuelle Schwangerschaftswoche und den Geburtstermin bestimmen. Die Bestimmung des Geburtstermins mittels Ultraschalls gilt zu Beginn der Schwangerschaft als besonders zuverlässig, da in dieser frühen Phase alle Embryos etwa gleich schnell wachsen. Wenn der Geburtstermin zuvor schon mit anderen Methoden berechnet wurde, kann es sein, dass er anhand des Ultraschalls nochmal vor- oder zurückdatiert wird.

Auch bei den kommenden Ultraschalluntersuchungen wird die Größe Deines Babys mit Durchschnittswerten der aktuellen Schwangerschaftswoche verglichen und der Geburtstermin gegebenenfalls nachkorrigiert. Da die Wachstumskurve von Babys nach der 12. Schwangerschaftswoche individueller verläuft, wird die Bestimmung im Verlauf der Schwangerschaft jedoch immer ungenauer.

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Wie werden Schwangerschaftswochen gezählt?

Wie Du siehst, gibt es nicht nur eine Möglichkeit, die Dauer und das Alter einer Schwangerschaft zu definieren. Im Sinne einer einheitlichen Definition beginnt eine Schwangerschaft aus medizinischer Sicht im europäischen Raum offiziell mit dem ersten Tag der letzten Periode, also etwa 14 bis 16 Tage vor der eigentlichen Befruchtung.

Vom Beginn Deiner letzten Periode an wird von einer ungefähren Schwangerschaftslänge von 40 Wochen oder 280 bis 282 Tagen ausgegangen. Das entspricht 10 Mondmonaten, die jeweils genau 28 Tage dauern oder neun Kalendermonaten, die – abgesehen vom Februar – länger als 28 Tage sind. Die Frage, ob eine Schwangerschaft neun oder zehn Monate dauert, die häufig für Verwirrung sorgt, ist demnach Interpretationssache und abhängig davon, ob man von Mond- oder Kalendermonaten ausgeht.

Der Fortschritt einer Schwangerschaft wird in Form von abgeschlossenen Wochen plus der Zahl der Tage in der aktuellen Woche gezählt. In der Schwangerschaftswoche 25+5 beispielsweise bist Du seit 25 Wochen und 5 Tagen schwanger und Du befindest Dich in der 26. Schwangerschaftswoche. Zusätzlich wird die Schwangerschaft in drei Trimester aufgeteilt, die jeweils etwa 13 Wochen beziehungsweise drei Monate dauern:

  • Erstes Trimester: 1. bis 12. Schwangerschaftswoche
  • Zweites Trimester: 13. bis 28. Schwangerschaftswoche
  • Drittes Trimester: 29. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt
Gut zu wissen: Wie genau ist die Berechnung des Geburtstermins?

Es kann beruhigend sein, zu wissen, wann man sich auf die Ankunft des neuen Familienmitglieds einstellen kann. Dennoch ist es nie möglich, den Geburtstag eines Kindes mit absoluter Sicherheit vorherzusagen und nur vier Prozent aller Babys kommen an ihrem errechneten Geburtstermin zur Welt. Jede Schwangerschaft ist anders und so wird auch ihre Dauer von Faktoren wie der Entwicklung des Kindes, dem Alter und der Gesundheit der Mutter individuell bestimmt. Medizinisch gesehen versteht man unter dem Entbindungstermin den Zeitraum drei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem Stichtag. Lass Dich daher nicht durch das Datum verunsichern, sondern stell Dich lieber auf den Zeitraum darum herum ein, in dem Dein Baby wahrscheinlich, so wie 88 Prozent der Kinder, das Licht der Welt erblickt.

Hebammentipp

Auch Dein Umfeld fiebert dem errechneten Geburtstermin vermutlich aufgeregt entgegen. Wenn Du rund um den Stichtag nicht mit Fragen gelöchert werden möchtest, ob Dein Baby schon auf der Welt ist, ist ein bisschen Schummeln deshalb erlaubt. ;) Schiebe den errechneten Termin einfach etwas nach hinten oder halte ihn vor Familie und Freunden vage. Die Überraschung wird umso schöner sein!

Der errechnete Geburtstermin liefert zwar nur in den seltensten Fällen den exakten Geburtstag Deines Babys, dennoch ist er hilfreich, damit Du weißt, wann Du ungefähr mit der Ankunft Deines kleinen Entdeckers rechnen kannst, Zudem ist der Geburtstermin ein wichtiger Richtwert, wenn es um die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft und den Beginn des Mutterschutzes geht. Auch wenn es verschiedene mögliche Arten der Berechnung gibt, liefern die (Ultraschall-)Untersuchungen bei Deiner Ärztin/Deinem Arzt das genaueste Ergebnis, wenn es darum geht, wann Du Dein Baby in Deinen Armen halten wirst.