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Ihr seid im gemeinsamen Alltag angekommen und langsam haben Du und Dein kleiner Entdecker Lust auf Abwechslung? Dann kann ein gemeinsamer Kurs das Richtige für euch sein. Von Musik bis Sport wird Babys und ihren Eltern einiges geboten. Doch welche Angebote gibt es und welcher Kurs ist der Richtige für euch? Das erfährst Du in diesem Artikel.

Warum kann ein Babykurs sinnvoll sein?

In den ersten Monaten entwickeln sich die Sinne Deines Babys rasant und es bekommt immer mehr von seiner Umgebung mit. Schon mit wenigen Monaten interessiert es sich für andere Babys und kommuniziert mit ihnen über Gestik und Mimik. Sobald es noch etwas älter ist, bereitet ihm die gemeinsame Bewegung mit anderen Kindern Freude. Wenn Babys in einem Kurs zusammenkommen, lernen sie mit- und voneinander, durch gegenseitige Beobachtung, Imitation und Interaktion. In einem Kurs sammelt Dein kleiner Entdecker außerdem das erste Mal außerhalb der heimischen Umgebung neue Erfahrungen und lernt gemeinsame Abläufe kennen: In vielen Gruppen wird beispielsweise zusammen gegessen, musiziert oder einfach nur gespielt.

Auch wenn das Zusammensein mit Gleichaltrigen Deinem Baby sicher Freude bereitet, ist es wichtig, dass es solche Gruppensituationen gemeinsam mit Dir oder einer anderen Bezugsperson erlebt. In einem Kurs, in dem so viele neue Eindrücke auf Dein Kind einwirken, bist Du sein sicherer Rückzugsort. Deshalb werden alle Kurse in diesem Alter für die gemeinsame Teilnahme mit Mama oder Papa angeboten. Babykurse bieten Dir also nicht nur die Gelegenheit, bewusst Zeit mit Deinem Liebling zu verbringen und ihn in seiner Entwicklung zu unterstützen, sondern auch, andere Eltern mit ähnlichen Interessen kennenzulernen.

Welche Kurse gibt es?

1. Babyschwimmen

Babyschwimmen ist der Klassiker unter den Kursen für die Kleinsten – und das nicht ohne Grund: Viele Babys genießen die Bewegung im Wasser, erinnert sie das schwerelose Gefühl doch an die Zeit in Mamas Bauch. Neben dem Spaß- und Entspannungsfaktor bietet ein Babyschwimmkurs noch viele weitere Vorteile für Dich und Deinen kleinen Entdecker. Welche das genau sind und worauf Du im und ums Wasser mit Baby achten solltest, erfährst Du im Artikel „Babyschwimmen“.

Ein Babyschwimmkurs ist ab einem Alter von ungefähr drei Monaten sinnvoll, wenn Dein Baby selbstständig seinen Kopf halten kann. Die Kurse werden meist von Schwimmbädern oder Schwimmschulen angeboten und finden in speziellen Becken mit 32 bis 34 Grad warmem Wasser und geringem Chlorgehalt statt. Denke daran, Deinem Baby vor dem Schwimmen eine spezielle Schwimmwindel anzuziehen, damit auch im Wasser nichts danebengeht. ;) Die Schwimmwindeln von LILLYDOO kids quellen auch im Wasser nicht auf, sodass Dein kleiner Entdecker volle Bewegungsfreiheit genießt.

2. Baby-Yoga

Beim Baby-Yoga hast Du die Gelegenheit, Dich zu bewegen und Deinen Körper nach der Geburt wieder sanft zu trainieren – und auch Dein kleiner Entdecker kommt dabei nicht zu kurz. Spezielle postnatale Yogakurse sind auf Deine Bedürfnisse als frischgebackene Mama zugeschnitten und beanspruchte Körperpartien wie Nacken, Schultern und Rücken werden gezielt gestärkt. Dein Kind kann nicht nur mitkommen, es wird auch in bestimmte Übungen miteingebunden. So beinhalten spezielle Baby-Yogakurse beispielsweise eine Babymassage und sanfte Dehnübungen für Dein Kind. Dein Baby profitiert nicht nur vom entspannenden Effekt des Yoga, auch seine Körperwahrnehmung wird dabei schon früh gestärkt.

Einige Baby-Yogakurse starten bereits ab einem Alter von sechs Wochen, andere erst mit circa sechs Monaten, wenn sich Dein Baby selbstständig drehen kann. Baby-Yogakurse werden von Hebammenpraxen, Krankenhäusern, Yoga-Studios oder Fitnessstudios angeboten.

3. PEKiP

Das Prager-Eltern-Kind-Programm oder kurz PEKiP wurde bereits in den 1960er Jahren vom tschechischen Psychologen Dr. Koch entwickelt. Das Ziel eines PEKiP-Kurses ist es, die frühkindliche Entwicklung und natürliche Sinneswahrnehmung der Babys durch gemeinsames Spielen und Bewegen zu fördern. Die Eltern werden dabei angeleitet, ihr Kind genau zu beobachten, seine Bedürfnisse zu erkennen und durch spezielle Übungen zu fördern, ohne es dabei zu überfordern. Die Spiele und Übungen finden in einem warmen Raum auf weichen Matten satt. Die Babys sind dabei nackt, damit sie in ihren Bewegungen nicht eingeschränkt sind.

Es gibt weitere Angebote, die dem Konzept von PEKiP ähneln. Dazu gehören zum Beispiel FenKid (Frühentwicklung des Kindes), DELFI (Denken, Entwickeln, Lieben, Fühlen, Individuell) oder EIBa (Eltern-Baby-Kurs). PEKiP Kurse finden in relativ kleinen Gruppen von maximal acht Eltern mit ihren Babys statt und sind für Babys ab vier bis sechs Wochen geeignet. Kurse in Deiner Nähe findest Du auf der offiziellen Website des PEKiP-Programms.

4. Krabbelgruppe oder Babycafé

Im Gegensatz zu anderen Kursen gibt es in der Krabbelgruppe oder im Babycafé meist kein festes Programm. Stattdessen steht das Zusammenkommen, das gemeinsame Spiel der Kinder und der Austausch der Eltern bei den regelmäßigen Treffen im Mittelpunkt. An den Treffen nehmen meist etwa zehn Eltern-Kind-Paare teil. Einige Gruppen haben ein gleichbleibendes Ritual wie etwa ein gemeinsames Essen, bei anderen ist der Ablauf ganz spontan. Meist sind Krabbelgruppen privat oder von einem Verein organisiert. Für Dein Baby macht der Besuch etwa ab sechs Monaten Sinn, wenn es beginnt, sich für andere Kinder zu interessieren. Viele Gruppen starten aber auch schon früher, sodass frischgebackene Eltern sich austauschen können.

5. Musikalische Früherziehung

Ziel der musikalischen Früherziehung ist es, die natürliche Vorliebe für Musik schon im Kindesalter aufzugreifen und die Musikalität zu fördern. In der Gruppe wird gemeinsam musiziert und gesungen und die Kinder können sich frei zur Musik bewegen oder dazu klatschen. Je nach Alter kann Dein Baby entweder zuhören oder mit einfachen Instrumenten wie Glocken, Rasseln oder Trommeln selbst zum gemeinsamen Konzert beitragen. Die musikalische Früherziehung bietet Deinem Baby zahlreiche Vorteile: So fördert Musik etwa nachweislich die Entwicklung des Gehirns, da die musikalische, sprachliche und motorische Entwicklung besonders bis zum fünften Lebensjahr eng miteinander verbunden sind. Nebenbei haben Musizieren, Singen und Bewegen positiven Einfluss auf Sensorik, Motorik und Sozialkompetenz Deines kleinen Entdeckers.

Theoretisch kannst Du die Musikalische Frühförderung mit Deinem Baby bereits kurz nach der Geburt besuchen, die meisten Kurse starten jedoch mit einem Jahr. Angeboten werden sie von Musikschulen, Musikpädagogen, Volkshochschulen und Familienbildungsstätten.

6. Babymassage

Ein Babymassagekurs ist häufig der erste Kurs, den frischgebackene Eltern mit ihrem Kind besuchen, denn liebevolle Berührungen sind für Neugeborene besonders wichtig. In einem Babymassagekurs werden unter Anleitung spezielle Massagetechniken und Griffe vermittelt, die schon für kleine Babys eine echte Wohltat sind und die Du anschließend zuhause selbstständig anwenden kannst. Die sanften Berührungen vermitteln Deinem Baby Liebe, Zuwendung und Beruhigung und fördern eure Nähe zueinander. Eine Babymassage kann außerdem ganz konkret bei Schreien, Schlafproblemen, Bauchweh und Unwohlsein helfen. Der Vorteil eines Kurses ist, dass Du die Massagetechniken unter professioneller Anleitung lernst, was vielen Eltern die Unsicherheit beim Anfassen ihres zarten Babys nimmt. Natürlich musst Du nicht unbedingt einen Kurs besuchen, um Deinen kleinen Entdecker mit einer Massage zu verwöhnen. Wenn Du keinen Kurs besuchen möchtest oder Dein Wissen lediglich etwas auffrischen möchtest, zeigt Dir LILLYDOO Hebamme Sissi im Video „Babymassage – Schritt-für-Schritt-Anleitung“ die wichtigsten Handgriffe und erklärt, welche Vorteile eine Babymassage bietet.

Babymassagekurse sind für Eltern mit Babys im Alter von circa sechs Wochen bis sechs Monate sinnvoll. Meist werden sie von Naturheilpraxen, Volkshochschulen oder Hebammen angeboten.

Welcher Kurs ist der richtige für mich?

Das Kursangebot ist vor allem in Städten groß. Da viele Kurse außerdem von verschiedenen Trägern angeboten werden, fällt es gar nicht leicht, sich für einen Kurs zu entscheiden. Folgende Fragen kannst Du Dir zur Entscheidungsfindung stellen:

  • Welche Angebote gibt es in Deiner Umgebung? Wie sieht es mit der Erreichbarkeit aus

  • Welcher Kurs passt zu den Bedürfnissen und dem Alter Deines Babys?

  • Was genau ist der Inhalt des Kurses? Worüber möchtest Du mehr lernen oder was ist Dir für die Förderung Deines Babys wichtig?

  • Aus wie vielen Einheiten besteht der Kurs? Gibt es die Möglichkeit, versäumte Stunden nachzuholen?

  • Wie hoch sind die Kosten für den Kurs?

Zusätzlich zu den Kursen, die wir vorgestellt haben, gibt es noch zahlreiche weitere Angebote für Eltern und Kinder. Erkundige Dich am besten bei Deinem örtlichen Familienzentrum oder frage Deine Hebamme oder andere Eltern, welche Kurse sie empfehlen können. Viele Organisatoren bieten außerdem (teils kostenfreie) Schnupperstunden an, bei denen Du ihr Angebot und die Atmosphäre unverbindlich kennenlernen kannst.

Auch wenn es Dir manchmal so scheinen mag, als könntest Du an jedem Tag der Woche einen Frühförderkurs mit Deinem Kind belegen: Genauso wichtig sind Pausen, in denen Dein Baby die vielen neuen Eindrücke verarbeiten kann. Ein oder maximal zwei wöchentliche Angebote, die gut zu euch passen, sind vollkommen ausreichend. Letztendlich sollten immer der Spaß und die Anregung für Dich und Dein Baby im Vordergrund stehen. Wir wünschen Dir viel Vergnügen bei eurem ersten Kurs!

In Zeiten des Corona-Virus stehen Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle, sodass sich auch die Bestimmungen zu Kursen vor Ort aktuell häufig ändern. Viele Kurse mit Baby müssen deshalb ausfallen oder sind nur schwer planbar. Eine Möglichkeit, auch unter den aktuellen Gegebenheiten spannende Angebote für Dich und Dein Baby zu entdecken, bietet das Portal BoB.family. In der reich gefüllten Datenbank von BoB.family findest Du eine große Auswahl an Kursen, Workshops und Beratungsangeboten für Schwangerschaft und Babyalltag, online ebenso wie vor Ort. Schau vorbei und finde ein passendes Onlineangebot für Dich und Deinen kleinen Entdecker – oder hole Dir jetzt schon Inspiration für die Zeit, wenn ihr wieder Kurse gemeinsam mit anderen Familien besuchen könnt.

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