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Spätestens, wenn die eigenen Kinder auf der Welt sind, spielt das Thema Nachhaltigkeit im Leben vieler Menschen zunehmend eine Rolle. Denn durch Kinderaugen sieht man seine Umwelt häufig noch einmal ganz anders und der Wunsch, sie für die eigenen Kinder und deren Nachkommen zu bewahren, wächst. Gleichzeitig bringen Babys erstmal jede Menge Anschaffungen und Wäsche mit sich – auf den ersten Blick ist es also gar nicht so einfach, den Nachwuchs und eine umweltfreundliche Lebensweise unter einen Hut zu bringen. In diesem Artikel haben wir deshalb praktische Tipps gesammelt, wie junge Familien mehr Nachhaltigkeit in ihren Alltag bringen können.

1. Umweltfreundlich waschen

Spucktücher, Strampler und Co.: Mit Baby wachsen die Wäscheberge plötzlich auf zuvor unbekannte Dimensionen an und die Waschmaschine steht nur noch selten still. Mit ein paar Anpassungen kannst Du beim Waschen einiges an Energie sparen. Neben der Auswahl einer energieeffizienten Waschmaschine zählt dazu auch das Trocknen auf der Wäscheleine statt im Wäschetrockner. Energiesparend sind außerdem Waschprogramme von maximal 60 Grad. Für die meisten Textilien reichen schon Waschtemperaturen von 30 bis 40 Grad vollkommen aus. Trotzdem sollte die Waschmaschine spätestens alle zwei Wochen bei 60 Grad laufen, um zu verhindern, dass sich in ihrem Inneren Bakterien vermehren. So sparst Du Dir langfristig aggressive, umweltschädliche Waschmittel oder Hygienespüler. Als umweltfreundliche Alternative eignen sich ökologische Waschmittel oder Waschnüsse als komplett natürliche Option. Waschnüsse sind die Früchte des Waschnussbaums und enthalten waschaktive Substanzen. Vor allem in Indien werden sie schon lange zur Reinigung von Kleidung verwendet, seit einiger Zeit sind sie aber auch bei uns immer häufiger erhältlich.

2. Das Kinderzimmer ökologisch einrichten

Dein Baby und Du werdet viel Zeit im Kinderzimmer verbringen. Umso wichtiger ist es, hier eine möglichst nachhaltige und schadstoffarme Umgebung zu schaffen. Dabei gibt es einiges zu beachten, was beispielsweise die Wahl des Bodenbelags, der Wandfarbe, Möbel und Textilien angeht. Worauf Du bei der Einrichtung des Kinderzimmers achten kannst und warum bestimmte Materialien hier besonders gut geeignet sind, erfährst Du im Artikel „8 Tipps für ein ökologisches Kinderzimmer“.

3. Nachhaltigen Wickelplatz schaffen

Schon mit kleinen Anpassungen lässt sich der Windelwechsel nachhaltiger gestalten, ohne dass der Komfort darunter leidet. Besonders zuhause kannst Du unnötigen Abfall leicht vermeiden, indem Du etwa den Wickeltisch mit einer Wickelunterlage mit abnehm- und waschbarem Bezug ausstattest und indem Du zur Reinigung auf warmes Wasser und weiche, waschbare Waschlappen zurückgreifst. Tipp: Stelle einfach morgens eine frische Thermoskanne mit warmem Wasser auf den Wickeltisch. Das Wasser behält so den Tag über eine angenehme Temperatur und Du hast ohne großen Aufwand jederzeit alles griffbereit, was Du zur Reinigung zarter Babyhaut benötigst. Eine Alternative dazu sind unsere LILLYDOO green Natürlichen Feuchttücher, die nicht nur die Haut Deines Babys, sondern auch die Umwelt schonen. Sie bestehen aus 100 % plastikfreiem Tuch und sind biologisch abbaubar. Die Menge an Plastik, die in der Verpackung enthalten ist, wird ausgeglichen, indem LILLYDOO in Kooperation mit Plastik Bank® mehr Plastik aus der Umwelt entfernt, als in der Verpackung enthalten ist.

Zu guter Letzt gehört schließlich die Windelauswahl zur Einrichtung des Wickelplatzes dazu. Wenn Du auf der Suche nach einer umweltschonenden Windelalternative bist, die gleichzeitig Deine gewohnte Leistungsfähigkeit, Hautfreundlichkeit und Komfort bietet, ist LILLYDOO green die richtige Wahl. Die green Windeln setzen auf eine innovative Papierverpackung und verwendet auch sonst so wenig Plastik wie möglich. Wie bei den Natürlichen Feuchttüchern gleicht LILLYDOO auch den Plastikanteil der green Windeln in Kooperation mit Plastik Bank® aus. Damit ist green Europas erste plastikneutralisierte Windellinie. Außerdem wird Dein LILLYDOO green Abo CO2 neutral zu Dir nach Hause geliefert, indem LILLYDOO die durch den Versand verursachten Emissionen in Kooperation mit ClimatePartner durch die Unterstützung anerkannter Klimaschutzprojekte ausgleicht. Nicht zuletzt verwendet die Windellinie als umweltschonende Alternative ungebleichten Zellstoff im Windelkern. Du kannst Dein vorhandenes Windel-Abo ganz einfach komplett auf LILLYDOO green umstellen oder mit unseren anderen Windellinien in Deiner Bestellung flexibel kombinieren.

Wenn Du mehr über die Reise von uns bei LILLYDOO in Richtung Klimaneutralität erfahren möchtest, kannst Du Dich auf unserer Seite ganz genau zu unseren Zielen, unseren Fortschritten und unseren Partnern informieren.

4. Auf Gebrauchtes zurückgreifen

Viele Produkte für Dein Baby nutzt Du vermutlich nur selten oder nur über einen kurzen Zeitraum, bevor Dein kleiner Entdecker schon wieder herausgewachsen ist. Eine nachhaltigere Alternative zum Großeinkauf beim Babyausstatter ist es deshalb, erstmal Freunde oder Familie nach abgelegten Stücken zu fragen oder auf Second Hand Plattformen wie zum Beispiel Vinted zu stöbern. Auf diese Weise lassen sich Babykleidung, aber auch Möbel, Kinderwagen oder anderes Zubehör in häufig noch tadellosem Zustand finden. Ein weiterer Vorteil: Mögliche Schadstoffe in Kleidung oder Möbeln sind in der Regel längst ausgewaschen beziehungsweise verflogen. Nicht zuletzt sind besonders hochwertige Produkte beim Kauf aus zweiter Hand erschwinglicher und lassen sich sogar meist nochmal weitergeben oder verkaufen.

5. Auf die Wahl des Spielzeugs achten

Zugegeben, beim Anblick von süßem Spielzeug fällt es nicht immer leicht, sich beim Kauf zurückzuhalten. Doch gerade Babys und Kleinkinder brauchen nicht viel, um sich zu beschäftigen. Das wird spätestens dann klar, wenn sich Dein Kind lieber stundenlang mit der knisternden Geschenkverpackung als mit dem darin verpackten neuen Spielzeug beschäftigt. ;) Die nachhaltigere Wahl ist deshalb, in wenige hochwertige Stücke aus langlebigen Materialien wie Holz zu investieren oder auch beim Spielzeug getauschte oder gebraucht gekaufte Stücke zu nutzen. Die naheliegendste umweltfreundliche Spielalternative: Gehe so oft wie möglich mit Deinem Kind raus, um die Natur mit allen Sinnen zu erkunden. Laub raschelt wunderbar unter den Füßen, die Wiese ist besser als jede Spieldecke und jede Pfütze sorgt für Unterhaltung. Indem ihr gemeinsam eure Umgebung erkundet, lernt Dein Kind von Anfang die Natur zu schätzen und zu verstehen, wie vielfältig und wertvoll unser Lebensraum ist.

6. Gemeinsam einkaufen

Sobald es alt genug ist, kannst Du Dein Kind aktiv mit am Einkauf teilhaben lassen. Je nach Alter könnt ihr etwa gemeinsam überlegen, was ihr für die nächsten Tage benötigt und gemeinsam eine Einkaufsliste erstellen oder Du kannst es die verschiedenen Lebensmittel im Supermarkt selbst aus dem Regal nehmen und in den Einkaufskorb legen lassen. Indem Du es von Anfang an in die Entscheidungen mit einbeziehst, sinkt die Verlockung, Unnötiges zu kaufen. Nachhaltiger als im Supermarkt ist es außerdem, nach Möglichkeit auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Dort findest Du nicht nur regionale und saisonale Lebensmittel, die keinen weiten Transportweg hinter sich haben, es fällt auch leichter, auf unnötige Plastikverpackungen zu verzichten. Auf dem Markt kannst Du Deinem Kind die Obst- und Gemüsesorten zeigen, die direkt aus eurer Region stammen und es bekommt von klein auf ein Gefühl dafür, dass nicht immer alles verfügbar ist und beispielsweise Erdbeeren im Winter eben keine Saison haben.

7. Babybrei selber kochen

Fertiger Brei ist praktisch, produziert jedoch auch Abfall und hat häufig lange Transportwege hinter sich. Die nachhaltigere Alternative ist selbstgekochter Brei. Der Vorteil: Du kannst für die Zubereitung regionale und saisonale Obst- und Gemüsesorten verwenden und weißt genau, was drinsteckt. Größere Mengen Brei kannst Du direkt zum späteren Gebrauch im Glas, kleinere portioniert in einer Eiswürfelform einfrieren. So hast Du auch immer dann etwas für Deinen hungrigen Entdecker parat, wenn der Hunger mal wieder groß und die Zeit knapp ist. Die passenden Rezepte für die selbstgekochte Beikost findest Du zum Beispiel auf unserem LILLYDOO YouTube Kanal.

8. Reste verwerten

Kaum zu glauben, aber pro Sekunde werden in Deutschland 313 Kilo Lebensmittel weggeworfen, davon 40 Prozent in Privathaushalten. Neben einem gezielten Einkauf kannst Du Lebensmittelverschwendung vor allem vermeiden, indem Du übriggebliebene Lebensmittel kreativ verwertest, anstatt sie in die Tonne zu werfen. Wenn Du keine Ahnung hast, was Du mit den Resten in Deinem Kühlschrank anfangen sollst, hilft Dir die App „Zu gut für die Tonne“ mit zahlreichen Rezepten von Sterne- und Hobbyköchen weiter. Gib einfach ein, welche Zutaten Du verarbeiten möchtest und schon wird Dir ein passendes Rezept vorgeschlagen. Eine weitere Möglichkeit, Dich gegen Lebensmittelverschwendung zu engagieren und dabei noch lecker zu essen, ist „Too Good To Go“. Die App schlägt Restaurants und Geschäfte in Deiner Nähe vor, die nicht verkaufte, überschüssige Lebensmittel oder Mahlzeiten haben. Für einen reduzierten Preis kannst Du diese über die App kaufen und direkt im Laden abholen.

9. Bewusstsein schaffen

Dein Verhalten dient Deinem Kind als Vorbild und beeinflusst damit sein eigenes Umweltbewusstsein maßgeblich. Das beginnt schon mit kleinen Dingen, die Du selbstverständlich in Deinen und den Alltag Deines Kindes integrieren kannst. So kannst Du zum Beispiel Kaputtes reparieren, statt es wegzuwerfen. Zusätzlich kannst Du mit gutem Beispiel vorangehen, indem Du wann immer möglich eine Einkaufstasche, Snacks in einer Brotdose für Dein Kind und einen Thermosbecher für Deinen Kaffee unterwegs dabei hast. Eine besonders schöne Möglichkeit, schon von klein auf Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit zu schaffen, ist, auf dem Balkon Tomaten oder anderes Gemüse anzubauen. Auch wenn der Eigenanbau für eure Versorgung vermutlich nicht ausreicht, macht er Groß und Klein deutlich, wie viel Zeit und Pflege hinter frischen Tomaten, Erdbeeren und Co. stecken – und dazu noch jede Menge Spaß.

Vielleicht fragst Du Dich manchmal, wie es ausgerechnet mit Baby oder Kleinkind gelingen kann, so nachhaltig zu leben, wie Du es Dir wünschen würdest. Doch es gibt viele kleine Dinge und nachhaltige Alternativen, die sich einfach im Familienalltag umsetzen und integrieren lassen. Egal, welche Tipps für mehr Nachhaltigkeit Du umsetzt: Schritt für Schritt ist es gar nicht so schwer, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen und die Zukunft gemeinsam etwas grüner zu gestalten.

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