LILLYDOO Schwangerschaftskalender SSW 8 Dein Baby ist so groß wie eine Himbeere

8. Schwangerschaftswoche

Alles, was Du über die 8. SSW wissen musst

Vielleicht hast Du der 8. Schwangerschaftswoche schon entgegengefiebert, denn nun findet für die meisten Schwangeren die erste Vorsorgeuntersuchung statt. In diesem Artikel erfährst Du deshalb nicht nur, wie sich Dein Kind in der aktuellen Woche entwickelt und Dein Körper sich verändert, sondern auch, was Dich bei der ersten Untersuchung erwartet.

Wie groß ist Dein Baby in der 8. SSW?

Dein Baby ist in dieser Woche mit circa 1,5 Zentimetern etwa so groß wie eine Himbeere. In dieser Woche siehst Du es vermutlich zum ersten Mal per Ultraschall und hörst sein Herz schlagen.

8. SSW: Das verändert sich bei Dir

Während der gesamten Schwangerschaft wird Deine Gebärmutter von den sogenannten Mutterbändern (Muskelfaserstränge, die von den Gebärmutterseiten bis zum Schambein reichen) in ihrer stabilen Position gehalten und geschützt. Wenn Deine Gebärmutter wächst, dehnen sich auch die Mutterbänder, was Du jetzt als Ziehen im Unterbauch wahrnehmen kannst. Aber keine Sorge, die Schmerzen sind in der Regel vollkommen harmlos.

Ein Teil des Sauerstoffs in Deinem Körper wird nun benötigt, um Dein Baby mitzuversorgen. Das kann dazu führen, dass Du Dich schon bei leichter Anstrengung, etwa beim Treppensteigen, kurzatmig fühlst. In Kombination mit dem erhöhten Blutvolumen kann die verminderte Sauerstoffversorgung zu Kreislaufproblemen führen. Lege also ruhig hin und wieder eine Pause ein und schalte einen Gang runter, wenn Dein Körper dies verlangt. Vermutlich leidest Du auch weiterhin an Übelkeit, da der hCG-Wert in Deinem Körper immer noch steigt. Welche Hausmittel es gegen das Unwohlsein gibt, verrät LILLYDOO Frauenarzt Christian im Artikel „Das hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit“.

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8. Schwangerschaftswoche: Entwicklung Deines Babys

Der Kopf des Embryos ist im Vergleich zu seinem Körper noch sehr groß. In dieser Woche beginnt er aber langsam, sich durch das Wachstum der Muskeln und des Körpers von der Brust wegzustrecken. Auch die Augen des Embryos werden größer und die Augenlider entwickeln sich. Das Innenohr bildet sich weiter aus und Unterlippe und Kiefer fangen an, sich zu formen. Erinnerst Du Dich an den Schwanz, den der Embryo noch vor ein paar Wochen hatte? Dieser bildet sich nun zurück und wird später als Steißbein zurückbleiben – Dein Kind nimmt also mehr und mehr menschliche Züge an. Im Gehirn entwickeln sich in der 8. Schwangerschaftswoche die Bereiche, die später für Sinneswahrnehmung und Emotionen zuständig sind. Außerdem wird im Gehirn jetzt der Grundstein für die spätere selbständige Atmung Deines Kindes gelegt. Das winzige Herz hat in der 8. Schwangerschaftswoche bereits alle vier Kammern und schlägt 150 bis 160-mal pro Minute – doppelt so schnell wie Dein eigenes. Einige Organe nehmen jetzt schon ihre Arbeit auf: Die Nieren fangen an, Urin zu produzieren und der Magen beginnt mit der Produktion von Magensäure. Da in seinem Körper immer mehr Nerven entstehen, bewegt sich der Embryo außerdem zunehmend – bis Du etwas davon spürst, wird es aber noch eine Weile dauern.

Erste Vorsorgeuntersuchung

In der 8. Schwangerschaftswoche findet in der Regel die erste Vorsorgeuntersuchung bei Deiner Frauenärztin/Deinem Frauenarzt statt, bei der sie/er Deine Schwangerschaft per Ultraschall bestätigt. Die Ultraschalluntersuchung ist ein ganz besonderer Moment, denn nun kannst Du nicht nur zum ersten Mal einen Blick auf Dein Kind werfen, sondern hörst auch sein Herz zum ersten Mal schlagen. Die Ärztin/der Arzt untersucht mit Hilfe des Ultraschalls nicht nur ebendiesen Herzschlag, die Bewegungen und die zeitgerechte Entwicklung des Embryos, sondern überprüft auch dessen Sitz in der Gebärmutter, um eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft ausschließen zu können. Auch ob Du vielleicht Mehrlinge erwartest, ist in dieser Woche bereits auf dem Ultraschallbild zu erkennen. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird außerdem Dein Impfstatus geklärt, Dir wird Blut abgenommen und Dein Mutterpass ausgestellt. Im Video erklärt LILLYDOO Frauenarzt Christian mehr dazu, was Dich bei der ersten Vorsorgeuntersuchung erwartet:

Vielleicht hast Du eine Vermutung, wann Dein Baby gezeugt wurde – vielleicht bist Du aber auch gar nicht sicher, wie weit Deine Schwangerschaft bereits fortgeschritten ist. Um die aktuelle Schwangerschaftswoche und den voraussichtlichen Geburtstermin Deines Kindes zu bestimmen, vermisst Deine Ärztin/Dein Arzt bei der Ultraschalluntersuchung deshalb auch die Größe des Embryos (Scheitel-Steiß-Länge, kurz SSL). Anhand des errechneten Geburtstermins (ET) kann Deine Ärztin/Dein Arzt bei den späteren Vorsorgeuntersuchungen beurteilen, ob sich Dein Kind altersgerecht entwickelt. Wenn Du nicht bis zu Deinem ersten Vorsorgetermin warten möchtest oder als Ergänzung dazu, kannst Du den voraussichtlichen Entbindungstermin auch mit unserem LILLYDOO Geburtsterminrechner bestimmen. Alles, was Du dazu tun musst, ist den ersten Tag Deiner letzten Periode anzugeben und schon erfährst Du, wann Du mit Deinem kleinen Entdecker rechnen kannst.

Geburtsterminrechner

Geburtsterminrechner

Wann ist es soweit?

Du möchtest wissen, wann Dein rechnerischer Entbindungstermin ist und in welcher Schwangerschaftswoche Du Dich gerade befindest? Mit unserem Geburtsterminrechner findest Du es heraus.

Zu sehr auf einen bestimmten Termin einstellen solltest Du Dich aber nicht. Den Geburtstag Deines Kindes mit absoluter Sicherheit vorherzusagen ist nie möglich und es kann sein, dass auch die Ärztin/der Arzt den Termin im Laufe der Schwangerschaft nochmal korrigiert. Letztendlich hängt der Zeitpunkt der Geburt auch von individuellen Faktoren wie der Entwicklung Deines Kindes und Deinem eigenen Gesundheitszustand ab.

Das ist jetzt wichtig

  • In der Gebärmutter ist Dein Kind umgeben von Fruchtwasser gut geschützt. Du musst Dir also keine Sorgen machen, dass ihm kleine Erschütterungen, wie zum Beispiel beim Joggen, schaden könnten.

  • Der wichtigste Tipp lautet weiterhin: Lass es ruhig angehen. Gerade das erste Trimester und die damit verbundene Umstellung macht vielen Frauen körperlich zu schaffen. Sei deshalb gut zu Dir selbst und gehe sorgsam mit Deinem Körper um.

  • Wusstest Du, dass Du abgesehen von den Ultraschalluntersuchungen auch alle Vorsorgetermine bei Deiner Hebamme wahrnehmen kannst? Die abwechselnde Betreuung durch Ärztin/Arzt und Hebamme ist ebenso möglich. Erkundige Dich dazu am besten rechtzeitig bei beiden.

  • Durch die stärkere Durchblutung Deines gesamten Körpers können jetzt Zahnfleischbluten oder Entzündungen auftreten. Um dem vorzubeugen, achte auf eine gute Mundhygiene, benutze am besten eine Zahnbürste mit weichen Borsten und vereinbare einen Vorsorgetermin bei der Zahnärztin/beim Zahnarzt, wenn Du Fragen hast.

Tipp von LILLYDOO Frauenarzt Christian

Die erste Vorsorgeuntersuchung ist auch dafür gedacht, Fragen zu stellen. Notiere Dir am besten schon vorher alles, was Dir auf dem Herzen liegt, bevor Du die wichtigsten Punkte womöglich vor lauter Aufregung vergisst. Außerdem kannst Du Dich darauf vorbereiten, Fragen Deiner Ärztin/Deines Arztes zu Deinem allgemeinen Gesundheitszustand, Vorerkrankungen und eventuellen vorherigen Schwangerschaften zu beantworten. All diese Informationen sind wichtig für die weitere Vorsorge und werden in Deinem Mutterpass vermerkt.

Dein Kind auf dem Ultraschallbild zu sehen ist eine aufregende Erfahrung. Sicher beruhigt es Dich auch ein wenig, zum ersten Mal sein Herz schlagen zu hören – schließlich wird damit die abstrakte Vorstellung des kleinen Wesens in Deinem Bauch etwas konkreter. Wir wünschen Dir, dass Du die Vorfreude in vollen Zügen genießen kannst!

Häufig gestellte Fragen

In der 8. Schwangerschaftswoche hebt sich der Kopf des Embryos langsam von der Brust. Seine Augen, Ohren, Unterlippe und Kiefer entwickeln sich und der Schwanzfortsatz verschwindet langsam. Im Gehirn entwickeln sich nun die für Sinneswahrnehmung, Emotionen und Atmung zuständigen Bereiche. Nieren und Magen nehmen ihre Arbeit auf und das Herz schlägt mit 150 bis 160 Schlägen pro Minute.

In der 8. Schwangerschaftswoche können sich die sogenannten Mutterbänder, Muskelstränge, die die Gebärmutter an ihrem Platz halten, dehnen und für Schmerzen im Unterleib sorgen. Das ist zwar unangenehm, aber ungefährlich für Mutter und Kind. Bei akuten, starken oder einseitigen Schmerzen, die eventuell in Kombination mit Blutungen auftreten, sollte sich die Schwangere jedoch umgehend an ihre Ärztin/ihren Arzt wenden, um ernstere Ursachen wie eine Eileiterschwangerschaft oder frühe Fehlgeburt ausschließen zu können.

In der 7. oder 8. Schwangerschaftswoche findet in der Regel die erste gynäkologische Untersuchung statt. Grund dafür ist, dass der Herzschlag in dieser Woche mittels Ultraschalls nachweisbar ist und die Schwangerschaft so bestätigt werden kann.

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird die Schwangerschaft in der Regel mittels Ultraschalles bestätigt und der voraussichtliche Entbindungstermin wird bestimmt. Beim Ultraschall werden außerdem Herzschlag, Entwicklung und Lage des Embryos überprüft. Der Impfstatus der werdenden Mutter wird überprüft, sie wird gewogen und eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die ersten Untersuchungsergebnisse, der errechnete Geburtstermin und eventuelle Vorerkrankungen der Mutter oder Risikofaktoren für die Schwangerschaft werden im Mutterpass vermerkt. Die Ärztin/der Arzt informiert außerdem darüber, was jetzt wichtig ist und die Schwangere hat die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Die 8. Schwangerschaftswoche liegt am Ende des 2. Schwangerschaftsmonats.

Mit unserem Schwangerschaftskalender wollen wir Dich durch diese aufregende Zeit begleiten und Dir relevante Informationen liefern, die auch im Austausch mit unseren LILLYDOO Expertinnen/Experten entstehen. Dennoch können die hier aufgeführten Ratschläge nie die persönliche Beratung durch Deine Ärztin/Deinen Arzt oder Deine Hebamme ersetzen. Wende Dich bei Fragen und für eine professionelle Betreuung deshalb immer an Dein medizinisches Fachpersonal.

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