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Babyalltag Path 2 Created with Sketch. Baby baden – Wann, wie oft, wo und wie?
Baby baden – Wann, wie oft, wo und wie?

Baby baden – Wann, wie oft, wo und wie?

Alles, was du über das sichere Baden deines Babys wissen musst

Wenn das erste Baden ihres Babys bevorsteht, sind viele junge Eltern sehr unsicher: Wie warm darf das Wasser sein? Wie halte ich mein Baby beim Baden am sichersten? Sollte ich eine Babybadewanne oder einen Badeeimer verwenden? Und wann steht die erste Berührung mit dem nassen Element überhaupt an? In diesem Artikel beantworten wir Dir diese und viele andere Fragen rund um das Thema Babybaden.

Scheue Dich aber trotzdem nicht, beim ersten Bad die Hilfe Deiner Hebamme in Anspruch zu nehmen. Sie kann Dir die passenden Griffe und Abläufe zeigen, die für Dein Baby am besten geeignet sind. Um Dir vorab schon mal eine Sorge zu nehmen: Die meisten Babys genießen es sehr, gebadet zu werden, da das warme Wasser sie an die Umgebung im Mutterleib erinnert. Also, ab ins warme Nass mit Deinem kleinen Entdecker!


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Wann bade ich mein Baby zum ersten Mal? Welche Tageszeit eignet sich am besten?

Unsere Hebamme Sissi empfiehlt, Deinem Baby mit dem ersten Bad zu Hause Zeit zu lassen, bis der Nabelschnurrest abgefallen und der Nabel vollständig verheilt ist. So stellst Du sicher, dass keine Keime aus dem Wasser in die Wunde gelangen, die Infektionen verursachen könnten.

Ob Du Dein Baby morgens, mittags oder abends badest, bleibt ganz Dir überlassen. Wichtig ist lediglich, dass es wach und positiv gestimmt ist. Außerdem sollte Dein kleiner Entdecker satt, aber nicht vollgegessen sein. So vermeidest Du, dass das Baden seinen Kreislauf überfordert. Die Zeit direkt vor oder nach einer Mahlzeit eignet sich also weniger gut für ein Bad. Wähle eine Tageszeit, an der Du möglichst wenig Störungen befürchten musst, damit Du und Dein Baby das Baden in Ruhe genießen könnt.

Manche Eltern integrieren das Baden gerne in das Abendritual ihres Kindes. Das warme Wasser macht viele Babys entspannt und schläfrig, sodass sie danach besonders gut einschlafen. Positiver Nebeneffekt: ein ruhiger Abend für Dich bzw. euch. ;)
In jedem Fall solltest Du auf die Signale Deines Babys achten und es nicht zum Baden zwingen, wenn es das gerade nicht möchte. Das Baden sollte für Deinen Liebling mit positiven Gefühlen verbunden sein und im Zweifel reicht auch das Säubern mit einem Waschlappen völlig aus.

Wie oft sollte ich mein Baby baden?

Babys schwitzen noch nicht sehr stark und machen sich in der Regel auch nicht so schmutzig wie Kleinkinder. Daher ist es in den ersten Lebenswochen vollkommen ausreichend, wenn Du Dein Baby ein- bis zweimal pro Woche badest. Gesicht, Hände und Po Deines kleinen Entdeckers solltest Du aber zusätzlich nach Bedarf mit einem warmen, feuchten Waschlappen reinigen.
Ab dem ersten Lebensjahr und falls sich Dein Kind als kleine Wasserratte entpuppt, kannst Du es auch öfter baden. Übertrieben häufiges oder zu langes Baden kann jedoch die Haut Deines Babys austrocknen, besonders wenn Du in einer Gegend mit sehr hartem Leitungswasser lebst.

Worin bade ich mein Baby?

Babybadewanne oder Badeeimer? Diese Entscheidung bleibt Dir überlassen. Probiere einfach aus, womit Du am besten zurechtkommst. Badeeimer haben den Vorteil, dass sie platz- und wassersparend sind und sich Babys aufgrund der embryonalen Haltung darin häufig besonders wohl fühlen. Je nach Größe des Eimers können sie allerdings schnell zu klein werden, während eine Babywanne Deinem kleinen Entdecker in der Regel noch länger Platz bietet. Ein Haushaltseimer eignet sich übrigens nicht als Alternative, er bietet keinen ausreichend festen Stand und Dein Baby könnte sich an den scharfen Kanten verletzen!

Du kannst auch Dein Waschbecken als Babybadewanne nutzen. Dabei solltest Du jedoch darauf achten, dass Dein Baby nicht versehentlich den Wasserhahn betätigen und sich durch heißes Wasser Verbrühungen zuziehen kann. Am besten lässt Du vor Beginn des Bades kaltes Wasser laufen, um dieser Gefahr vorzubeugen. Sollte es Dein Baby doch einmal schaffen, das Warmwasser aufzudrehen, dauert es länger bis das Wasser richtig heiß ist. Damit hast Du mehr Zeit, den Wasserhahn schnell zuzudrehen und so Dein Baby vor Verbrühungen zu schützen.

In den ersten Monaten ist Deine eigene Badewanne zum Babybaden weniger geeignet. Durch den hohen Rand kannst Du Dein Baby nicht gut halten und noch dazu ist es für Dich wahrscheinlich eher unbequem.

Egal für welche Variante Du Dich entscheidest: Du solltest Deine kleine Wasserratte nie unbeaufsichtigt im Wasser lassen! Ist eine Unterbrechung einmal unvermeidbar, wickle Dein Baby in ein warmes Handtuch und nimm es auf dem Arm mit.


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Wie läuft das Baden ab?

Auch wenn Du die ersten Male noch etwas unsicher bist, wirst Du beim Baden Deines Babys sicher schon ganz bald Deine eigene Routine entwickeln. Unsere 6 Schritte für ein schönes und entspanntes Badeerlebnis können Dir als Orientierung dienen. Vielleicht nimmst Du die ersten Bäder auch gemeinsam mit einer zweiten Person vor, die Dir bei Bedarf zur Hand gehen kann.

  1. Die Vorbereitung

    Bevor es mit dem eigentlichen Bad losgeht, gilt es einige Vorbereitungen zu treffen:

    • Die richtige Raumtemperatur: Heize den Raum, in dem Du Dein Baby badest, vor. Er sollte angenehm warm sein (nicht unter 22°C). Vermeide außerdem Zugluft.
    • Temperaturunterschiede meiden: Wärme das Handtuch für Dein Baby auf der Heizung vor. Falls Du eine Wärmelampe hast, kannst Du auch den Wickelplatz schon einmal vorheizen. Damit kannst Du einer Erkältung vorbeugen, da Babys empfindlich auf größere Temperaturunterschiede reagieren.
    • Utensilien bereitlegen: Lege alles, was Du während oder nach dem Baden benötigst, in Griffweite bereit, damit Du Dein Baby später nicht aus den Augen lassen musst. Während dem Baden wirst Du einen weichen Waschlappen benötigen, danach ein Handtuch und bei Kindern mit vielen Haaren eventuell eine Babybürste. Ganz am Schluss darf natürlich eine frische Windel und saubere Kleidung nicht fehlen.
    • Wasser einlassen: Fülle so viel Wasser in die Babybadewanne oder den Badeeimer ein, dass die Schultern Deines Babys bedeckt sind. Auch wenn es für Dich selbst zu kühl wäre: Die Wassertemperatur für Dein Baby sollte lediglich 37°C betragen. Mit einem Badethermometer kannst Du das leicht überprüfen. Die richtige Wassertemperatur ist deshalb wichtig, weil Babys Schmerzen verzögert wahrnehmen und es bei ihnen so leichter zu Verbrennungen kommen kann als bei älteren Kindern.
    • Badezusätze: In den ersten sechs bis acht Wochen reicht klares Wasser zum Baden Deines Babys aus. Später kannst Du bei Bedarf rückfettende Zusätze ins Wasser geben, zum Beispiel reines Mandelöl. Auch ein Schuss Muttermilch kann als pflegender Badezusatz dienen.
    • Windelbereich säubern: Falls notwendig, säubere vorab den Po Deines Babys, damit sich die Keime im Wasser nicht verteilen. Mit den extra milden LILLYDOO Feuchttüchern mit 99% Wasser geht das in Sekundenschnelle.
  2. Der richtige Griff

    Am besten lässt Du Dir beim ersten Mal von Deiner Hebamme zeigen, wie Du Dein Baby beim Baden sicher hältst. Der Schultergürtel Deines Babys ruht dabei auf Deinem linken Unterarm und mit der linken Hand umfasst Du die linke Schulter. Dann hast Du die rechte Hand frei, um den Po Deines kleinen Entdeckers beim Hineingleiten ins Wasser zu halten. Mit dieser Hand kannst Du Dein Baby anschließend bequem waschen. Bist Du Linkshänder, hältst Du Dein Baby einfach mit dem rechten Arm. Lasse es mit den Füßen zuerst sanft ins Wasser gleiten und halte es während des gesamten Badens auf diese Weise fest. Wenn Du einen Badeeimer benutzt, hältst Du lediglich den Kopf Deines Babys sanft fest.

  3. Waschen

    Wasche Dein Baby sanft mit einem Waschlappen oder einfach mit Deinen Händen. Starte bei den Schultern und arbeite Dich nach unten zu den Füßen vor. Zuerst die Bauchseite, dann kannst Du es umdrehen, sodass die Brust Deines Babys auf Deinem Unterarm liegt, und mit dem Rücken weitermachen. Vergiss beim Waschen nicht die Hautfalten und weniger gut erreichbaren Stellen, wie die Achseln oder hinter den Ohren. Damit Du keine Keime an Orten verteilst, wo sie nicht hingehören, säubere die Genitalien und den Po erst zum Schluss. Babys kühlen besonders leicht über den Kopf aus, daher solltest Du die Haare zuletzt waschen. 5-10 Minuten Badezeit sind am Anfang völlig ausreichend, sonst trocknet die Haut Deines Babys zu sehr aus und es könnte auskühlen. Wenn es ein wenig älter ist, sind auch ein paar Minuten mehr in Ordnung. Als Faustregel gilt: 5 Minuten länger pro Lebensmonat. Orientiere Dich aber am besten am aktuellen Befinden Deines Kindes. Und spätestens, wenn das Wasser abkühlt, heißt es „Raus aus der Wanne“!

  4. Baby aus dem Wasser holen

    Nasse Babyhaut kann ganz schön glitschig sein, insbesondere wenn Du Öl als Badezusatz verwendet hast. Halte Dein Baby also gut fest, wenn Du es aus dem Wasser hebst.

  5. Abtrocknen

    Hülle Dein Baby in das vorgewärmte Handtuch und bringe es zum Wickeltisch. Eventuell hast Du dort schon eine Wärmelampe eingeschaltet, damit Dein nackter Entdecker beim Abtrocknen nicht friert. Tupfe ihn gründlich, aber behutsam (nicht rubbeln!) trocken. Denke dabei auch an Hautfalten und schwerer zugängliche Stellen, um Wundheit und Hautentzündungen vorzubeugen.

  6. Eincremen und optional: Babymassage

    Im Anschluss kannst Du die trockenen Hautstellen bei Deinem kleinen Entdecker mit einer milden Babylotion oder reinem Mandelöl eincremen. Hattest Du dem Badewasser bereits Öl hinzugefügt, reicht es, wenn Du das überschüssige Öl sanft in die Haut Deines Babys einmassierst. Das lässt sich auch prima mit einer Massage verbinden, um das Baderitual für Dich und Dein Baby entspannt ausklingen zu lassen. In unserem Magazinartikel „Babymassage“ zeigen wir Dir, wie das geht.

Betrachte das Baden nicht nur als Mittel zum Säubern Deines Babys, sondern auch als schönes Erlebnis für euch beide. Ein Bad bietet eine tolle Möglichkeit für Berührungen und Streicheleinheiten. Nach den ersten Monaten könnt ihr auch gemeinsam in einer großen Badewanne baden (für Wassertemperatur und Wasserhöhe gelten dabei die gleichen Regeln wie für die Babybadewanne). Genieße den Körperkontakt, der bei einem gemeinsamen Bad natürlich besonders intensiv ist und die Bindung zwischen Dir und Deinem Baby stärkt. Besonders Papas empfinden das Baden oft als eine schöne „Aufgabe“, bei der sie ihrem kleinen Entdecker ganz nah sein können.

Wir wünschen Dir und Deiner kleinen Wasserratte viel Spaß beim Planschen!