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Wer Kinder hat, hat bestimmt schon mindestens einmal den Satz “Du isst uns ja die Haare vom Kopf!” gesagt – oder zumindest gedacht. Babys und Kinder brauchen so einiges - und das kostet Geld. Vielleicht macht ihr euch vor der Geburt Gedanken, ob ihr euch das Eltern werden wirklich leisten könnt – so geht es vielen Paaren. Aber wie viel kostet ein Kind wirklich? Wie sehr strapaziert der Nachwuchs die Familienkasse, wo gibt es Unterstützung für Eltern und wie funktioniert das mit dem Kindergeld? In diesem Artikel erfährst Du, worauf Du Dich finanziell einstellen musst, wo Du bei der Babyausstattung getrost sparen kannst und von wo Hilfe kommt – damit Du den Satz mit den Haaren wirklich erst sagen musst, wenn Dein kleiner Entdecker Dir den Kühlschrank ausräumt!

Was kostet ein Baby denn nun?

Ein Kind unter sechs Jahren kostet seine Eltern in Deutschland durchschnittlich 587 Euro im Monat, das ergab eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes von 2013. Dabei entfällt die Hälfte der Ausgaben auf Ernährung, Unterkunft und Kleidung, die andere Hälfte zum Beispiel auf Hobbys und Unternehmungen. Vorsorgekosten wie etwa für Versicherungen sind hier allerdings noch gar nicht eingerechnet. Bei mehreren Kindern werden die Ausgaben pro Kind weniger, schließlich kann einiges von den älteren Geschwistern übernommen werden. Andererseits werden für mehrere Kinder natürlich auch mehr Nahrungs-, Kleidungs- und Betreuungskosten fällig.

Vergiss auch nicht, dass Du als Mutter einige Dinge benötigst und bezahlen musst. In der Schwangerschaft werden zum Beispiel nicht alle Untersuchungen und Behandlungen von der Krankenkasse übernommen. Außerdem verändert sich natürlich der Körper, die werdende Mutter braucht neue Kleidung und oft auch neue Schuhe. Wenn euer Baby nicht ambulant entbunden wird, möchtet ihr die Zeit nach der Geburt vielleicht in einem Einzelzimmer verbringen. All diese Kosten solltet Ihr vorher einkalkulieren und darüber sprechen, was ihr euch wünscht.

Entlastung für die Familienkasse 

Schon vor der Geburt muss eine Erstausstattung her. Das Babyzimmer will eingerichtet werden, Dein kleiner Entdecker braucht Kleidung und Wickelzubehör. Damit ihr gemeinsam die Welt entdecken könnt, braucht ihr einen Kinderwagen, einen Auto- oder Fahrradsitz und eine Tragehilfe – ganz wie ihr das am liebsten mögt.

Das klingt erstmal teuer. Aber keine Sorge, es gibt Sparpotential! Vieles, was Du für die Erstausstattung benötigst, kannst Du gebraucht kaufen. Gerade bei der Kleidung ist das oft sogar empfehlenswert. Je öfter Babykleidung bereits gewaschen wurde, desto mehr potentiell schädliche Stoffe wurden bereits herausgespült. Frag doch mal in Deinem Freundeskreis herum. Gerade das Zubehör für die allerersten Wochen kannst Du Dir oft sogar leihen. Das kann zum Beispiel bei der Babyschale fürs Auto sinnvoll sein, oder beim ersten Kinderwagen. Das freut nicht nur Dein Portemonnaie, Du handelst damit auch nachhaltig und tust etwas für unsere Umwelt. Auch Schwangerschaftsmode kannst Du oft aus zweiter Hand kaufen oder sogar leihen. Gerade saisonale Kleidung wie Wintermäntel, die Du wirklich nur kurz trägst, musst Du nicht unbedingt kaufen.

Auch beim Deiner LILLYDOO-Bestellung kannst Du sparen. Mit unserem praktischen Testpaket kannst Du sogar ganz kostenlos ausprobieren, ob LILLYDOO Windeln und Feuchttücher Dich und Deinen kleinen Entdecker glücklich machen. Bist Du begeistert davon, sparst Du mit unserem flexiblen Windel-Abo bei jeder Bestellung 25 % gegenüber dem Einzelkauf. Wenn Du schon ein Windel-Abo hast, kannst Du sogar Deinen Freunden und Freundinnen beim Sparen helfen – mit unserem Rabattcode für Freunde!

Und neben dem Geld spart ihr dann beide auch noch Zeit und Nerven, denn Windeln und Feuchttücher kommen ganz einfach zu euch nach Hause!

Ihr seid nicht allein – Staatliche Unterstützung

Babys und Kinder gehen also ganz schön ins Geld, könnte man sagen. Aber zum Glück stehen Familien in Deutschland nicht alleine da. Es gibt rund um die Geburt und auch danach Unterstützung vom Staat. Hier bekommst Du einen ersten Überblick:

  1. Kindergeld Kindergeld steht Deinen kleinen Entdeckern bis zum 18. Lebensjahr zu, unter speziellen Umständen sogar darüber hinaus. Das Kindergeld ist unabhängig vom Einkommen der Eltern, die Höhe ändert sich allerdings regelmäßig. Bei der Arbeitsagentur findest Du mehr Informationen zum Kindergeld.

  2. Kinderfreibetrag Der Kinderfreibetrag ist ein bestimmter Einkommensbetrag, für den Du keine Steuern zahlen musst. So soll die steuerliche Belastung von Eltern gesenkt werden. Eltern bekommen entweder Kindergeld oder den Freibetrag. Welche Variante die günstigere ist, wird bei der jährlichen Einkommenssteuerveranlagung automatisch geprüft. Mehr Informationen zum Steuerfreibetrag und seine aktuelle Höhe findest Du beim Bundesministerium für Familie.

  3. Elterngeld Das Elterngeld wird an den Elternteil ausgezahlt, der den Hauptteil der Kinderbetreuung übernimmt. Es berechnet sich nach dem Einkommen vor der Elternzeit. Es liegt zwischen 65 und 100 Prozent des Nettoeinkommens und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Genaueres zum Elterngeld und einen Elterngeldrechner findest Du beim Familienportal.

  4. Wohngeld für Familien Wohngeld ist eine Leistung, die Du bei Bedarf gesondert beantragen musst. Sie steht Familien mit geringem Einkommen zur Verfügung. Berücksichtigt wird dabei das Einkommen, die Anzahl der Familienmitglieder und die Höhe der Miete. Mehr dazu findest Du ebenfalls beim Familienportal.

  5. Mutterschaftsleistungen Mutterschaftsleistungen bekommst Du als Frau, wenn Du während der Schwangerschaft oder nach der Geburt des Kindes nicht arbeiten darfst. Mehr Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten findest Du beim Familienportal.

  6. Kinderzuschlag Auch der Kinderzuschlag ist für Familien mit kleinem Einkommen gedacht. Er wird dann zusätzlich zum Kindergeld gezahlt, Du musst ihn aber auch extra beantragen. Die Voraussetzungen dafür findest Du bei der Arbeitsagentur.

Kann ich mir ein Baby leisten?

Ob Du Dir ein Baby also leisten kannst? Puh. Was für eine Frage! Ganz ehrlich: Dabei geht es am Ende wirklich nicht nur ums Geld. Sicher braucht ein Baby viele Dinge, und ob der Zeitpunkt zum Eltern werden für euch gerade der richtige ist, das kannst nur DU (und Deine Partnerin/Dein Partner) selbst wissen. Über die Ausgaben der ersten Jahre hast Du jetzt einen ersten Überblick, Fakt ist aber: Vor allem braucht Dein kleiner Entdecker Dinge, die kein Geld der Welt kaufen kann: Deine Liebe und Zuwendung. Ein geborgenes Zuhause. Ganz viele Kuscheleinheiten und Spaß mit Mama und Papa. Jemanden, der immer rechtzeitig die Windel wechselt, das Bäuchlein streichelt und ein Schlaflied singt, bevor die Augen zufallen. Und, und, und. Das kostet sicher manchmal Nerven – aber die erholen sich wieder, versprochen!

Das ist für jede Familie individuell. Überlege Dir gut, was euer Baby in seinen ersten Monaten erleben wird und was ihr dafür braucht. Höre Dich bei Freunden/Freundinnen und bei Deiner Familie um. Im LILLYDOO Magazin gibt es außerdem eine praktische Checkliste.

Das Kindergeld soll die grundlegende Versorgung Deines kleinen Entdeckers ab der Geburt sichern. Es ist eine Leistung für Eltern und Adoptiveltern, aber unter Umständen können es auch Großeltern, Stiefeltern oder Pflegeeltern beantragen.

Dafür gibt es je nach Wohnort unterschiedliche Voraussetzungen. Informationen dazu findest Du bei den jeweiligen Ämtern Deiner Stadt oder Deines Landes/Landkreises.

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