Richtig wickeln in 8 Schritten

Es ist vielleicht keine große Kunst, ein Baby richtig zu wickeln. Dennoch wirst Du Dich vielleicht fragen, wie richtiges Wickeln überhaupt funktioniert. Lass Dich nicht von den hundert gut gemeinten Tipps, die Dir Freundinnen und Verwandte mit auf den Weg geben möchten, irritieren und finde Deinen ganz eigenen Weg, wie Du Dein Kind richtig wickelst. Diese Anleitung kann Dir dabei und bei allen Fragen rund um Babys und Wickeln eine gute Hilfestellung sein, an der Du Dich besonders in den ersten Monaten wunderbar orientieren kannst.

Schritt 1: Den Wickelplatz einrichten

Um Dein Kind richtig zu wickeln, benötigst Du einen geeigneten Wickelplatz. Auf einem Wickeltisch oder einer Wickelkommode mit Auflage liegt Dein Kind zum Wickeln komfortabel. Vorsicht: Auch wenn Du Deinem Baby noch keine größeren Bewegungen zutraust, musst Du Dein Kind auf dem Wickeltisch in jeder Sekunde festhalten. Selbst kleinste Babys üben auf dem Wickeltisch akrobatische Bewegungen aus, die sie sekundenschnell zu Boden fallen lassen. Der Wickeltisch sollte vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Eine Wärmelampe mit Ausschalt-Automatik sorgt innerhalb weniger Minuten für eine behagliche Wärme.

Schritt 2: Alles zum Wickeln bereitlegen

Es ist furchtbar ärgerlich, wenn Du Dein Kind ausgezogen hast und dann feststellst, dass auf dem Wickeltisch keine neuen Windeln mehr bereitliegen oder die Box mit den Feuchttüchern leer ist. Sorge dafür, dass die Fächer Deiner Wickelkommode immer gut bestückt sind. Das bedeutet, dass hier immer ausreichend Windeln, Waschlappen, ein Handtuch, Wechselkleidung, Wasser und Feuchttücher zu finden sein sollten. Lauwarmes Wasser bewahrst Du am besten in einer kleinen Thermoskanne auf. Eine Wundcreme und das Fieberthermometer können ebenfalls nicht schaden. Eine Rassel, ein Quietschtier oder ein erstes Fühlbuch können Dein Kind beim Windelwechseln beschäftigen und dafür sorgen, dass es einige Minute stillhält. Achte darauf, dass verschluckbare, spitze oder schwere Gegenstände niemals in Reichweite Deines Kindes liegen.


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Schritt 3: Die richtige Kleidung zum Wickeln

Wenn Du die erste Kleidung für Dein Baby kaufst, wirst Du angesichts zuckersüßer Designs sicher ganz verzückt sein. Genauso wichtig wie flotte Sprüche, Rüschen und coole Applikationen ist aber, dass Du die Kleidung leicht an- und ausziehen kannst. Flügelbodys sind gerade in den ersten Monaten wunderbar, weil Dein Baby nie lange nackt liegen muss. Im Schritt aufknöpfbare Hosen und Overalls wirst Du garantiert ebenso lieben wie Kleidchen, die Du beim Wickeln einfach nach oben schieben kannst. Extrem unangenehm sind dagegen Bodys und Shirts, die Du Deinem Baby über den Kopf ziehen musst. Sie verteilen eventuell übergequollenen Windelinhalt auf dem gesamten Rücken und mitunter sogar in den Haaren Deines Kindes.

Schritt 4: Richtig säubern

Die Haut Deines Babys ist im Windelbereich ausgesprochen empfindlich. Deshalb benutze immer parfümfreie Reinigungstücher. Wenn Du die Windeln wechselst, entferne Stuhlreste und Urin immer vollständig und vorsichtig. Gerade wenn Dein Baby ein Mädchen ist, wirst Du Dich wundern, in welchen Hautfalten sich der Stuhlgang so alles verteilen kann. Die Schamlippen darfst Du nie mit Gewalt auseinanderziehen, sondern höchstens mit einem weichen Tuch sanft abtupfen. Gleiches gilt bei der Vorhaut eines männlichen Babys: Es ist nicht nötig, beim Reinigen die Vorhaut zurückzuziehen. Dein Kinderarzt wird bei der regelmäßigen Untersuchung feststellen, wann die Vorhaut ausreichend beweglich ist und kann Dir, ebenso wie Deine Hebamme, wertvolle Tipps geben, wie Du die empfindlichsten Stellen Deines Babys gründlich reinigst. Stuhlgang solltest Du stets von vorn nach hinten abwischen, damit Darmkeime keine Chance haben, im Genitalbereich Infektionen auszulösen.


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Schritt 5: Das Baby richtig anheben

Ein Baby ist sicher nicht aus Zucker und zu den absonderlichsten Bewegungen fähig. Beim Anheben des Pos solltest Du dennoch stets vorsichtig und behutsam vorgehen. In Hüfthöhe angefasst kannst Du Dein Baby bequem auf die Seite drehen. Die Bauchlage bietet sich wunderbar zum Säubern des Kinderpopos an. Nun erreichst Du alle zu reinigenden Stellen gut mit dem Waschlappen oder Feuchttuch. In dieser Lage kann Dein Baby bequem beim Säubern liegen und kann so beim Heben des Köpfchens Nacken- und Rückenmuskulatur trainieren. Du wirst Dich wundern, wie hoch das Baby den Kopf schon heben kann.

Schritt 6: Den Po trocknen und eincremen

Damit der Po Deines Babys nicht wund wird, sollte er immer gut getrocknet werden, bevor Du ihn erneut in eine Windel packst. Im Sommer oder unter der Wärmelampe kannst Du Dein Baby ganz einfach noch einen Augenblick nackt strampeln lassen und die warme Luft die feuchte Haut trocknen lassen. Ist Dein Baby noch ganz klein oder ist es kälter, solltest Du die Haut mit einem weichen Tuch sanft abtupfen. Die meisten Ärzte und Hebammen raten dringend davon ab, den Po zu föhnen. Die heiße Luft kann Verbrennungen hervorrufen. Außerdem besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn das Babys plötzlich uriniert. Beim Eincremen gilt: Viel hilft nicht unbedingt viel! Es ist viel wichtiger, den Po gründlich abzutrocknen, als ihn ständig einzucremen. Eine Wundcreme hilft im Fall einer Hautreizung, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Im Alltag reicht ein gelegentliches Eincremen mit einer dünnen Schicht Kindercreme vollkommen aus. LILLYDOO Feuchttücher sind mit einer milden Lotion mit Olivenöl und Aloe Vera benetzt und pflegen die Haut schon bei der Reinigung – ganz ohne Farbstoffe und Parfüm.

Schritt 7: Die Windel richtig anlegen

Um die Windel richtig anzulegen, hebst Du den Po Deines Kindes sanft an und schiebst die Windel zur Hälfte unter das Baby. Nun führst Du die andere Windelhälfte durch die Beine nach oben zum Bauch und schließt sie mithilfe der beiden Klebestreifen an den Seiten. Achte darauf Dein Kind nicht an den Beinen anzuheben, das tut der Babyhüfte nicht gut. Eine Windel sollte an allen Rändern gut anliegen, aber nicht einschnüren. Prüfe, ob Du einen oder zwei Finger bequem oben in die Windel schieben kannst. Wenn ja, sitzt die Windel perfekt. Bei Säuglingen, deren Bauchnabel noch nicht vollständig abgeheilt ist, schlägst Du die Windel oben einmal um.
Die super bequemen LILLYDOO Windeln gibt es in den Größen 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Mit ihren Flexi-Flügeln lassen sie sich einfach wickeln und passen sich fabelhaft flexibel dem Po Deines kleinen Entdeckers an.


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Schritt 8: Das Kind rasch wieder anziehen

Hast Du die alte Windel entfernt, Dein Baby gereinigt und eine neue Windel angelegt? Dann ist es höchste Zeit, Dein Kind schnell wieder anzuziehen, damit es ihm nicht zu kühl wird. Auch wenn das Wickeln in den ersten Tagen eine gefühlte Ewigkeit dauert und Du das Gefühl hast, den ganzen Tag ausschließlich damit beschäftigt zu sein, zu stillen und Windeln zu wechseln, genieße das Wickeln als eine besondere Zeit, die ausschließlich Dir und Deinem Kind gehört. Wechsle mit Deinem Baby innige Blicke, sprich mit ihm und sing ihm ein Lied vor. Und wenn es direkt nach dem Windeln mit einem Lächeln im Gesicht und einem lauten Geräusch direkt wieder in die frische Windel macht, versteh es als Kompliment: Dein Kind kann von Deiner Zuwendung gar nicht genug bekommen!