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Schwanger sein ist wunderschön, aber auch mit einigen weniger angenehmen körperlichen Erscheinungen verbunden, die Dir vielleicht manchmal sogar peinlich sein können. Hand aufs Herz: Nicht immer strahlst Du wie eine Königin, streichelst gedankenverloren Deinen Bauch und schwebst auf Wolke sieben. Wir finden, dass es an der Zeit ist, auch über die nicht so häufig erwähnten Seiten des Schwangerendaseins zu sprechen und ganz Du selbst zu sein – mit den schönen und weniger schönen Aspekten. Deshalb haben wir in diesem Artikel die größten Schwangerschaftstabus zusammengefasst. Aber keine Sorge: Mit ein wenig Humor steckst Du auch Gefühlsausbrüche und Verdauungsbeschwerden locker weg. :)

1. Kompressionsstrümpfe werden Dein bester Freund

Du dachtest, nur Dein Bauch nimmt in der Schwangerschaft an Umfang zu? Da müssen wir Dich leider enttäuschen: Wassereinlagerungen lassen auch Deine Beine, Arme und Füße anschwellen. Letztere können besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel schon mal um ein oder zwei Größen wachsen – und behalten ihre Größe unter Umständen auch nach der Schwangerschaft. Zumindest noch unangenehmeren Begleiterscheinungen wie Thrombosen oder Krampfadern kannst Du aber glücklicherweise mit Kompressionsstümpfen vorbeugen.

2. Es kann schon mal was in die Hose gehen

Eigentlich kein Wunder, dass es Dir immer schwerer fällt, volle Kontrolle über Deine Blase zu behalten. Schließlich wird der Druck darauf mit wachsendem Baby größer und die Beckenbodenmuskulatur lockert sich in Vorbereitung auf die Geburt. Wenn Du dann niest, hustest oder aus voller Kehle lachst, kann auch mal was in der Hose landen. Tröste Dich damit, dass die meisten werdenden Mamas mit diesem Problem vertraut sind.

3. Du machst Bekanntschaft mit Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Gefäßpolster im Bereich des Darmausgangs, die sich durch die vermehrte Durchblutung und erhöhten Druck im Beckenbereich während der Schwangerschaft vergrößern können. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann sogar richtig schmerzen. Etwa 50 Prozent der Frauen haben in der Schwangerschaft Probleme mit den fiesen Gefäßen. Aber keine Sorge: Meist lassen sich Hämorrhoiden mit Hilfe spezieller Salbe gut behandeln und Du bist sie schnell wieder los. Über die Behandlungsmöglichkeiten kann Dich Deine Ärztin/Dein Arzt informieren.

4. Du bist nah am Wasser gebaut

Auch wenn Du normalerweise eher zu den gefassten Personen gehörst, kann es gut sein, dass die Schwangerschaftshormone Dich vorübergehend in ein emotionales Pulverfass verwandeln. Bei traurigen Filmen, dem Anblick von Babys oder aber wenn Dein Lieblingsjoghurt ausverkauft ist – die ein oder andere Träne fließt jetzt besonders schnell.

5. Schwangerschaftsdemenz ist nicht nur ein Mythos

Du vergisst Verabredungen oder findest Deinen verloren geglaubten Schlüssel im Küchenschrank wieder. Spätestens, wenn Dich solche oder ähnliche Dinge kurzzeitig an Deinem Verstand zweifeln lassen ist klar, dass an Vergesslichkeit und Verwirrung in der Schwangerschaft tatsächlich etwas dran ist. Forscher vermuten, dass der Fokus werdender Mamas sich durch die Hormone Oxytocin und Prolaktin schon während der Schwangerschaft so stark auf das Baby richtet, dass andere Dinge im Kopf schnell nebensächlich werden. Auch zunehmender Schlafmangel trägt vermutlich seinen Teil zur vorübergehenden Schusseligkeit bei.

6. Deine Verdauung macht, was sie will

Der Platz für Deinen Darm wird mit Baby im Bauch immer knapper. Da muss manchmal einfach etwas Luft raus und der ein oder andere Pups bahnt sich seinen Weg nach draußen – ob Du willst oder nicht. Das Hormon Progesteron hingegen sorgt für eine langsamere Verdauung, während der Schwangerschaft, damit aus Deiner Nahrung mehr Nährstoffe für Dein Baby gefiltert werden können. Viel trinken und ballaststoffreiches Essen helfen, Deine Verdauung in Schwung zu bringen.

7. Dein Babybauch wird zum Allgemeingut

Egal ob Deine neugierige Nachbarin, Deine Freunde oder Fremde im Supermarkt. Je größer er wird, desto mehr Leute wollen über Deinen Babybauch streicheln. Gerne auch ungefragt oder in Kombination mit gut gemeinten Ratschlägen. Du hast keine Lust darauf? Dann sag klar und deutlich, wo Deine Grenze ist.

8. Du sagst Hallo zu Haaren, Pickeln und Pigmentflecken

Statt des berühmten Strahlens in der Schwangerschaft bekommst Du unter Umständen Haare an Körperstellen, die vorher seidig glatt waren, Haut wie in der Pubertät und den ein oder anderen Pigmentfleck mehr. Angst haben, dass unerwünschte Haare, Pickel und Co. ab jetzt Dein ständiger Begleiter sein werden brauchst Du aber nicht. Nach der Geburt, wenn sich Dein Hormonhaushalt wieder eingespielt hat, verschwinden sie von ganz allein.

9. Schlafmangel erlebst Du nicht erst nach der Geburt

Dass Dich Dein Baby nach der Geburt die ein oder andere Nacht wachhalten wird ist klar. Über den gut gemeinten Ratschlag, vor der Geburt so viel wie möglich vorzuschlafen, kannst Du nach einer durchgemachten Nacht, in der Dir regelmäßig jemand in den Bauch getreten und Dich Rückenschmerzen und eine volle Blase gefühlt stündlich aufgeweckt haben, im wahrsten Sinne des Wortes nur müde lächeln.

Diese Liste mag erstmal lang und die Begleiterscheinungen zahlreich erscheinen. Es kann aber ebenso sein, dass keines dieser Dinge bei Dir eintritt. Hauptsächlich zeigt sie Dir aber hoffentlich, dass es den meisten werdenden Mamas ähnlich geht wie Dir. Dass Du Deinen Schlüssel verlegt hast oder Dir vor versammelter Mannschaft ein Pups entweicht, muss Dir nicht unangenehm sein. Versuche einfach, es mit Humor zu sehen. Deine körperlichen Veränderungen und so mancher etwas unangenehmer Nebeneffekt sind ganz normal und zeigen schlichtergreifend, dass sich Dein Körper auf Dein Baby einstellt.

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