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Während der Schwangerschaft verändert sich Dein Körper stetig. Damit Dein Baby gut versorgt ist und sich entwickeln kann, vollbringt er innerhalb kürzester Zeit wahre Höchstleistungen. Viele dieser Veränderungen kannst Du selbst beobachten, andere passieren im Verborgenen. Wir haben 9 spannende und teils kuriose Fakten zu den 9 Monaten gesammelt, die Dich vielleicht überraschen werden.

1. Kraftprotz Gebärmutter

Normalerweise wiegt Deine Gebärmutter zwischen 60 und 70 Gramm und ist etwa so groß wie eine Birne oder eine geballte Faust. Während der Schwangerschaft stellt sie ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten unter Beweis: Sie dehnt sich um rund das Hundertfache aus, sodass sie am Ende die Größe zweier Fußbälle hat und fast ein Kilogramm wiegt. Damit ist das beeindruckende Organ vorübergehend der größte Muskel in Deinem Körper.

2. Zeichen auf der Haut

Einige werdende Mamas stellen im Laufe ihrer Schwangerschaft eine dunkle Linie vom Bauchnabel bis zum Schambein fest. Dabei handelt es sich um die sogenannte Linea negra, eine Pigmentstörung, die durch die Ausschüttung des Hormons Melatonin hervorgerufen wird. Dieses Hormon, das die Haut vor UV-Strahlung schützt, wird während der Schwangerschaft vermehrt produziert. Auch die Haut um die Augen, Brustwarzen und Schamlippen kann dunkler werden. Etwa 90 Prozent aller Frauen beobachten diese Veränderungen während der Schwangerschaft. Häufig verblassen die Pigmentstörungen nach der Geburt wieder, es kann aber auch passieren, dass einige Hautstellen dauerhaft dunkler bleiben.

3. Unverwechselbar

Je größer Dein Bauch wird, desto mehr kreisen Deine Gedanken wahrscheinlich um Dein Baby darin: Wie wird es aussehen? Wird es eher Dir oder seinem Vater ähneln? Bis Du das mit eigenen Augen herausfinden kannst, musst Du Dich leider bis zur Geburt gedulden. ;) Doch schon im vierten Schwangerschaftsmonat, wenn von außen womöglich noch nicht viel von Deiner Schwangerschaft zu sehen ist, ist Dein Baby ein richtiger Individualist: Schon zu diesem Zeitpunkt ist sein einzigartiger Fingerabdruck entwickelt.

4. Vorbereitet in die Stillzeit

Schon während der Schwangerschaft bereiten sich Deine Brüste darauf vor, bald Dein Baby zu ernähren. Die Milchdrüsen wachsen und verzweigen sich und etwa ab der Hälfte der Schwangerschaft beginnt Deine Brust mit der Produktion der wertvollen Vormilch. Die Menge bleibt bis zum Milcheinschuss wenige Tage nach der Geburt jedoch so gering, dass Du vermutlich nur mitbekommst, dass Deine Brüste anschwellen. Einige werdende Mamas verlieren aber auch schon während der Schwangerschaft etwas Milch. Das kann vor allem dann passieren, wenn Du (fremde) Babys schreien hörst. Der Grund? Dein Körper reagiert auf das Schreien mit der Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das wiederum die Milch zum Laufen bringt.

5. Kleiner Feinschmecker

Der Geschmack des Fruchtwassers wird davon beeinflusst, was Du isst und verändert sich immer wieder abhängig von Deiner letzten Mahlzeit. Gemüse und Rohkost sorgen etwa für einen würzigen Geschmack, Schokolade und Obst für einen süßen. Dein Baby schluckt pro Tag etwa einen halben Liter Fruchtwasser – kein Wunder also, dass sein späterer Geschmack schon etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche davon geprägt wird, was Dir in der Schwangerschaft besonders gut schmeckt.

6. Gemeinsam schwanger

Vielleicht hast Du auch schon gemerkt, dass Deine Partnerin/Dein Partner seit Beginn Deiner Schwangerschaft ein wenig an Gewicht zulegt oder unter Stimmungsschwankungen leidet? ;) Was sich zunächst nach einem lustigen Zufall anhört, ist ein erforschtes Phänomen. Der Fachbegriff: Couvade Syndrom (vom französischen couver = ausbrüten). Neben den oben genannten Symptomen können auch Übelkeit, Verdauungsstörungen oder Müdigkeit auftreten – die typischen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft eben. Forscher haben herausgefunden, dass die Konzentration der Hormone Prolaktin und Cortisol, die in der Schwangerschaft vermehrt produziert werden, auch bei der Partnerin/beim Partner in Vorbereitung auf den Nachwuchs steigt. Als Folge ist etwa jeder Fünfte auch körperlich „mit schwanger“.

7. Babys Entwicklung

Sicher kommt Dir das Warten auf Dein Baby manchmal ewig vor. Doch wusstest Du, dass schon in der zehnten Schwangerschaftswoche, wenn Dein Kind erst etwa zweieinhalb Zentimeter groß ist, sein Herz, Gehirn und seine Gliedmaßen komplett angelegt sind? Nur zwei Wochen später, in der 12. Schwangerschaftswoche, sind dann auch all seine Organe entwickelt. Damit ist seine Entwicklung natürlich noch längst nicht abgeschlossen: Bis zur Geburt muss Dein Baby noch wachsen und reifen – und Du Dich daher doch noch ein wenig gedulden.

8. Faszination Plazenta

Die Plazenta ist ein wahres Wunderwerk. Sie ist das einzige Organ, das Dein Körper nur in der Schwangerschaft bildet und das wieder ausgeschieden wird, wenn sie ihren Zweck erfüllt hat. Noch erstaunlicher ist es, dass die Plazenta allein am Ende der Schwangerschaft so viel Östrogen produziert wie der Körper einer nicht-schwangeren Frau innerhalb von drei Jahren.

9. Übungen im Bauch

Sobald es auf der Welt ist, schreit Dein Baby, um auf sich aufmerksam zu machen und seinen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Doch hättest Du gedacht, dass Babys bereits im Mutterleib weinen, wenn sie sich unwohl fühlen? Forscher haben entdeckt, dass Ungeborene die gleichen Bewegungen wie Neugeborene beim Weinen machen, wenn sie im Mutterleib mit unangenehmen, tiefen Tönen stimuliert werden. Die motorischen Fähigkeiten dazu sind bereits ab der 20. Schwangerschaftswoche entwickelt. Dass sie ab dann fleißig üben, ist nicht verwunderlich, schließlich ist das Weinen für Babys überlebenswichtig, sobald sie auf der Welt sind.

Das sind nur einige der faszinierenden Dinge, die während der Schwangerschaft passieren. Sie zeigen Dir, dass Dein Körper instinktiv das Richtige für Dich und die Entwicklung Deines Kindes macht und damit wahre Wunder vollbringt. Wenn Du verunsichert bist, tausche Dich doch einfach mal mit anderen (werdenden) Mamas aus: Wetten, dass auch sie während ihrer Schwangerschaft einige ungeahnte Veränderungen feststellen konnten?

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