Kind schüttet Nudeln aus einer Papierverpackung in ein Einmachglas.

7 Tipps zum Plastik sparen

So kannst Du Plastik im Familienalltag reduzieren

Rund 39 Kilogramm Plastikabfall verursacht jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr. Dieser Müll wird häufig in Länder exportiert, in denen die Müllentsorgung nicht so gut ausgebaut ist wie hierzulande. Die Folge: Plastiktüten, PET-Flaschen, Einwegbecher und Co. landen in der Natur und schaden Mensch und Tier. Dabei lässt sich schon mit kleinen Umstellungen im Alltag Plastikmüll vermeiden und damit die Umweltbelastung reduzieren. Tipps, wie Du mit Deiner Familie Plastik sparen kannst, haben wir in diesem Artikel für Dich.

Plastik sparen im Haushalt und unterwegs

Bewusst einkaufen

Mittlerweile gibt es in vielen Städten sogenannte Unverpackt-Läden. Hier bekommst Du alles von Lebensmitteln bis hin zu Haushaltsprodukten wie Spül- oder Waschmittel ohne Verpackung. Du bringst Deine eigenen Dosen und Behälter mit und füllst diese auf. Das können auch alte Plastikflaschen sein, denen Du so einen weiteren Lebenszyklus schenkst – so sparst Du zukünftig eine Menge Verpackungsmaterial!

Du hast leere Plastikbehälter oder Verpackungen zuhause, die Du normalerweise wegwerfen würdest? Solange das Verpackungsmaterial noch intakt und zu gebrauchen ist, findest Du mit ein wenig Kreativität bestimmt einen Weg, es weiterzuverwenden und dem vermeintlichen Plastikmüll neues Leben zu schenken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer halbierten Plastikflasche als Blumenschaukel?

Im Supermarkt lässt sich einiges an Plastik sparen, wenn Du loses Obst und Gemüse kaufst. Nimm dafür wiederverwend- und waschbare Obst- und Gemüsenetze mit zum Einkauf. Außerdem gibt es viele Produkte, bei denen Du die Wahl zwischen einer Verpackung aus Plastik und einer aus Pappe oder Glas hast. Nimm Dir beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit und schau, was Du in Deinem Einkaufswagen durch umweltfreundlichere Produkte ersetzen kannst. Denk dabei daran, nur das zu kaufen, was Du wirklich brauchst. Denn viel zu viele Lebensmittel landen in der Mülltonne – und zusätzlich leider oft noch in Plastik verpackt. Unser Tipp: Mach Dir vorher eine Einkaufsliste und plane einen Tag in der Woche ein, den ihr zum Resteessen nutzt.

Wiederverwendbare Dinge statt Wegwerf-Produkte nutzen

Von der Idee, den eigenen Mehrwegbecher mitzunehmen, anstatt immer wieder einen neuen To-Go-Becher zu verwenden, hast Du bestimmt schon einmal gehört. Aber wusstest Du, dass es Backpapier gibt, das Du mehrfach verwenden kannst? Diese Backmatten sind waschbar und spülmaschinenfest, sodass Du immer wieder eine saubere Unterlage für den Ofen hast.

Schau Dich weiter im Haushalt um, wenn Du Plastik im Alltag reduzieren möchtest. Bestimmt findest Du noch mehr Dinge, die sich durch Mehrweg-Produkte ersetzen lassen: Wachstücher statt Frischhaltefolie, Edelstahl-Strohhalme statt der Plastikvariante, Jutebeutel statt Plastiktüte. Auch für die Küchenrolle können waschbare Küchentücher eine Alternative sein, die zudem ohne Plastikverpackung auskommen.

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Wie lange braucht Plastik, um sich im Meer zu zersetzen?

  • Plastikflasche: 450 Jahre

  • Styroporbecher: 50 Jahre

  • Plastiktüte: 20 Jahre

Reinigungsmittel und Co. selbst machen

Sind wir mal ehrlich: Kinder machen schon einiges an Dreck und so gehört Putzen zum Familienalltag einfach zur Routine. :) Um den Haushalt wieder sauber zu bekommen, brauchst Du aber keinen Schrank, der mit zig verschiedenen Reinigungsmitteln in Plastikflaschen gefüllt ist. Mit Natron, Soda, Essig, Zitronensäure und Kernseife lassen sich Dinge wie Allzweckreiniger, Weichspüler und Entkalker ersetzen. Diese Hausmittel sind umweltschonender im Gegensatz zu chemischen Produkten und schonen zusätzlich Deinen Geldbeutel.

Auch Schwämme und Lappen bestehen für gewöhnlich aus Plastik. Eine plastikfreie Alternative sind Naturschwämme oder Schwämme aus Zellulose. Oder Du bastelst einen Spüllappen ganz einfach selbst. Schneide dafür alte Stoffreste zurecht oder schenke ausrangierten Handtüchern als Lappen eine neue Verwendung. Die "neuen" Putzlappen lassen sich waschen und können wiederverwendet werden.

Und auch für den guten alten Müllbeutel findet sich eine plastikfreie Option. Das Einzige, was Du dafür benötigst, ist Altpapier. Das lässt sich leicht zu einem praktischen Müllbeutel falten und schon hast Du an einer weiteren Stelle den Plastikanteil in Deinem Alltag reduziert.

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Auf die Inhaltsstoffe achten

Bei vielen Produkten ist auf den ersten Blick klar, dass sie oder ihre Verpackung aus Plastik bestehen. Doch Mikroplastik kannst Du von außen nicht direkt erkennen. Dabei steckt es in vielen Kosmetikprodukten wie Shampoos, Duschgels, Peelings und Lippenstiften und ist genauso schädlich für die Umwelt. Es lohnt sich immer, vor dem Kauf einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Folgende Bezeichnungen stehen für Plastikzusätze:

  • Acrylate Copolymer (AC)

  • Acrylate Crosspolymer (ACS)

  • Dimethiconol

  • Methicone

  • Polyamide (PA, Nylon)

  • Polyacrylate (PA)

  • Polymethylmetacrylate (PMMA)

  • Polyquaternium (PQ)

  • Polyethylene (PE)

  • Polyethyleneglycol (PEG)

  • Polyethyleneterephtalate (PET)

  • Polypropylene (PP)

  • Polypropyleneglycol (PPG)

  • Polystyrene (PS)

  • Polyurethane (PUR)

  • Siloxane

Plastik sparen mit Baby und Kleinkind

Brei und Snacks selbst kochen

Ein Einkaufswagen voll mit Gläschen, Quetschies, Fruchtriegeln und Reiswaffeln ist zugleich voll mit Verpackungsmüll. Hier lässt sich einiges an Plastikmüll sparen, wenn Du Breie und Snacks einfach selbst zubereitest – es wird Deinem kleinen Entdecker mindestens genauso gut schmecken. :) Mach Dir dabei jedoch nicht zu viel Druck. Der Familienalltag ist stressig und dann ist es manchmal einfach nicht möglich, alles selbst zu machen. Unser Tipp: Wenn Du die Zeit findest, dann lohnt es sich, direkt mehr zu kochen und die Mahlzeiten einzufrieren. Unter hygienischen Umständen hält beispielsweise Brei bei -18°C bis zu zwei Monate.

Die Breimahlzeiten kannst Du in schon vorhandene, ausgekochte Gläschen füllen oder Einmachgläser verwenden. Selbstgemachte Naschereien lassen sich ganz einfach in einer Dose aufbewahren und mitnehmen. Und wenn Dein kleiner Entdecker von Quetschies nicht genug bekommt, nutze wiederverwendbare Quetschbeutel, die Du immer wieder mit Frucht- oder Gemüsemus füllen kannst. So gelingt auch die nachhaltige Ernährung im Familienalltag.

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Plastikneutralisierte Windeln verwenden

Wer beim Wickeln komplett auf Plastik verzichten möchte, der kann Stoffwindeln verwenden oder sein Kind abhalten. Manchmal sind diese beiden Methoden im Babyalltag jedoch gar nicht so leicht umzusetzen. Wenn Du Dich für Stoffwindeln oder das Abhalten entscheidest, kann es helfen, hin und wieder auf Einwegwindeln zurückzugreifen – insbesondere in der Anfangszeit oder wenn ihr unterwegs seid.

Um am Wickeltisch so gut es geht Plastik zu sparen, verwenden wir für unsere LILLYDOO green Windeln und Pants so wenig Plastik wie möglich. Sie bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie ungebleichtem Zellstoff im Windelkern und kommen in einer nachhaltigeren Papierverpackung. Um eine gleichbleibende Saugleistung zu gewähren, können wir leider (noch) nicht komplett auf Plastik verzichten. Dafür nehmen wir in Zusammenarbeit mit Plastic Bank die vollständige Menge Plastik aus der Umwelt, die in unserem Produkt enthalten ist. Gleichzeitig musst Du mit unserer LILLDOO green Linie keine Abstriche in Sachen Hautfreundlichkeit machen – wie alle LILLYDOOs sind die Windel und Pants frei von künstlichen Inhaltsstoffen, Parfümen und Lotionen und damit gleichzeitig schonend zur Umwelt und zur Babyhaut.

Bei Kleidung auf Naturmaterialien achten

Da Kunstfasern günstiger in der Textilherstellung sind, finden sie sich mittlerweile in vielen Kleidungsstücken. Das Problem: Beim Waschen gelangt Mikroplastik ins Abwasser. Doch nicht nur die Umwelt wird durch die Kunstfasern belastet, sondern womöglich auch die Haut Deines Kindes – durch die Art ihrer Färbung können Hautirritationen auftreten. Daher solltest Du beim Kauf von Baby- und Kinderkleidung darauf achten, dass diese aus Naturmaterialien wie Wolle, Leinen oder Baumwolle bestehen und nicht aus folgenden Fasern:

  • Polyester

  • Polyamid/Nylon

  • Polyacryl

  • Elasthan

Wie Du siehst, ist es gar nicht so schwer, Plastik im Familienalltag zu sparen. Natürlich muss niemand von heute auf morgen plastikfrei leben – schon kleine Umstellungen tun der Umwelt gut.

Häufig gestellte Fragen

Nutze Mehrweg- statt Einwegprodukte wie Backmatten und Thermobecher. Außerdem kannst Du schon vorhandenen Plastikverpackungen ein neues Leben schenken und sie als Behältnis wiederverwenden. Zudem hilft es, wenn Du Essen selbst kochst und dabei loses Obst und Gemüse verwendest. Im Kinderzimmer sollte Holzspielzeug einziehen sowie Kleidung aus Naturmaterialien.

Statt einer Mülltüte aus Plastik, kannst Du Altpapier als Müllbeutel verwenden, das Du vorher zu einer kleinen Tasche gefaltet hast.

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