7 Tipps für werdende Omas und Opas

Wie Du eine wunderbare Zeit mit Deinem Enkelkind verbringst

Sind die eigenen Kinder aus dem Haus, kannst Du erst einmal eine gehörige Portion Freiheit nachholen: Spontane Reisen, nicht auf den Punkt zu Hause sein müssen, die Liebsten besuchen – all das ist jetzt möglich. Doch zugleich merkst Du auch, dass Dir Deine Kinder und ein bisschen Wirbel zuhause fehlen. Umso größer ist die Freude bei der Nachricht: „Ihr werdet Großeltern!“ Jetzt beginnt eine spannende und aufregende Zeit. Damit Du optimal in Deiner Großelternrolle aufgehst und Deiner Familie eine wunderbare Unterstützung bist, aber dennoch Deine Freiheit bewahren kannst, hat Fünffach-Großvater Jürgen Busch vom Blog grossvater.de Dir ein paar Tipps für die neuen Aufgabe als Oma oder Opa zusammengestellt.

1. Als Großeltern den Familienzusammenhalt fördern

Mit der Geburt des Enkelkindes wächst die Familie um ein weiteres kleines Mitglied. In Deiner Rolle als Großmutter oder -vater bist Du eine wichtige Bezugsperson für Deine Enkelin/Deinen Enkel, sodass gemeinsame Zeit nicht zu kurz kommen sollte. Wenn nicht gerade der glückliche Umstand herrscht, dass ihr alle zusammen in einem Mehrgenerationenhaus lebt, ist – anders als mit Deinen eigenen Kindern, als sie klein waren - stets ein gewisser räumlicher Abstand vorhanden. Um dennoch viel vom gegenseitigen Alltag mitzubekommen und als Familie zusammenhalten zu können, ist es sinnvoll, regelmäßige gemeinsame Aktivitäten zu planen. Besonders nützlich dafür ist ein Familien-Terminkalender. So kann jeder sehen, wer wann Zeit hat und es lassen sich ganz leicht Termine für Besuche vereinbaren oder Ausflüge planen. Auch ein Familienurlaub ein- oder zweimal im Jahr fördert den Familienzusammenhalt. Wichtig ist, dass Du als Oma oder Opa aktiver Teil im Familienleben bleibst und keine Situationen entstehen, in denen sich eine beteiligte Seite als Gast bei der anderen fühlt.

2. Ratschläge gut portionieren

Wie so oft im Leben, gilt auch für Großeltern: Allzu viel ist ungesund! Probiere Dich lieber in der Beobachterrolle und versuche Dich nicht in jede Situation einzumischen, solange keine Gefahr besteht – das erfordert manchmal eine Menge Ruhe und Geduld. Rufe Dir gerne immer wieder in Erinnerung: Niemand ist von Anfang an perfekt, weder in der Mutter- oder Vaterrolle noch in der Großelternrolle. Mach Deinem Kind keine Vorwürfe, wenn es zum Beispiel in der Erziehung andere Wege geht als Du sie kennst. Gib lieber Ratschläge, wenn danach gefragt ist. Eine ungebetene Besserwisserei kann nämlich viele vergraulen. Verzichte auf ein „Du musst …“ hinter den Aussagen und berichte stattdessen von Deinen Erfahrungen - die Schlussfolgerungen sind dann den Eltern überlassen.

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3. Über die Erziehung sprechen

Der Erziehungsstil von heute lässt sich nicht mehr mit der Erziehung von gestern vergleichen. Rede mit Deinen Kindern und Enkelkindern über die Erziehung und finde heraus, was gewünscht ist und was nicht willkommen ist. Viele Enkelkinder genießen es zwar, dass die Großeltern oftmals ein Auge zudrücken und es zum Beispiel hier und da eine leckere Nascherei gibt, aber bei den Eltern ist das manchmal nicht gerne gesehen – bestimmt findest Du einen gesunden Mittelweg aus Verwöhnen und konsequent sein. Es kann helfen, wenn Du Dich auch an die eigene Kindheit erinnerst und Dich ehrlich fragst: Was war bei der eigenen Erziehung und Behandlung durch die Eltern und Großeltern vielleicht weniger gut und kann jetzt bei den Enkeln verändert werden? Auch wenn einige Erziehungsmethoden vielleicht für Dich auf den ersten Blick ungewohnt erscheinen – gib dem ganzen eine Chance und vertraue Deinem Kind, dass es auch nur das Beste für Deine Enkelin/Deinen Enkel möchte.

4. Selbst mit anpacken

Opa war in seiner eigenen Vaterrolle nur der Ernährer in der Familie? Dann ist es jetzt höchste Zeit, mit anzupacken! Es ist nie zu spät, alles über das Wickeln und die Pflege des Enkelkindes zu lernen. Das gelingt natürlich etwas leichter, je geringer der räumliche Abstand zu den Kindern ist. Damit ermöglicht Opa (auch in Zusammenarbeit mit Oma) den jungen Eltern gewisse Freiräume, in denen sie trotz der Elternschaft Zeit für sich genießen können - mit Sicherheit wird die Unterstützung besonders wertgeschätzt. Für viele Eltern ist es anfangs nicht leicht, das Baby für ein paar Stunden oder über Nacht bei den Großeltern zu lassen. Zeig Deinem Kind, dass es Dir vertrauen kann und Du die Zeit mit Deinem Enkelkind genießt. Schließlich freut sich auch Dein Enkel über die Nähe zu Dir, was eure Bindung stärkt. Einen bestimmten Zeitpunkt, ab wann Dein Enkel zu Dir darf, gibt es dabei nicht. Schau gemeinsam mit den Eltern, wie sich der kleine Entdecker wohlfühlt und was auch für Dich ein gutes Pensum ist.

5. Das eigene Glück nicht vergessen

So sehr Du die Zeit mit Deinem Enkelkind auch genießt, Du solltest nicht all Deine Freizeit aufopfern und eigene Interessen zurückstellen – die gewonnene Freiheit hast Du Dir schließlich verdient. Denn sobald die Kinder größer sind, werden sie sich nicht wohl dabei fühlen, wenn sie immer der Grund dafür sind, dass Oma und Opa diese oder jene Sachen nicht unternehmen können. Ein gesundes Mittelmaß zwischen neuer Verantwortung und bisheriger Freiheit ist wichtig. Du hast durchaus das Recht zu sagen: „Das macht mir jetzt Spaß!“

6. Neue Medien nutzen

Nicht nur bei dem Erziehungsstil hat sich viel getan, sondern auch bei dem Umgang mit Technik. Versuche auf dem aktuellen Stand zu bleiben, was digitale Medien angeht – so kannst Du deutlich stärker am Leben der Kinder und Enkelkinder teilhaben. Ein Videoanruf hier und kleine WhatsApp-Nachrichten dort verkürzen die Zeit bis zum Wiedersehen und halten Dich über die Entwicklung der Enkelkinder auf dem Laufenden. Bestimmt zeigen sie Dir gerne, wie die Anwendungen funktionieren. Vielleicht hast Du ja auch Lust, einen Kurs zu besuchen, der speziell älteren Menschen die digitalen Medien erklärt. Solche Angebote findest Du zum Beispiel bei der Volkshochschule.

7. Die Enkelkinder finanziell unterstützen

Auch bei schmaler Rente ist es möglich, für die Zukunft der Enkelkinder vorzusorgen. Ein Sparkonto, auf das monatlich nur fünf Euro eingezahlt werden, beläuft sich nach 18 Jahren auch auf über 1.000 Euro, eine mögliche Verzinsung nicht eingerechnet. Wenn Du das Geld gut anlegst und es dementsprechend verzinst wird, erhöht sich der Betrag entsprechend. Ein schöner Beitrag zum Führerschein oder eine kleine Finanzspritze für die erste eigene Wohnung! Und es müssen auch nicht immer große Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen sein. Viele Enkelkinder – und auch die Eltern – freuen sich, über gemeinsame Zeit und schöne Ausflüge. Ideen, was Du Deiner Enkelin/Deinem Enkel schenken kannst, findest Du im Artikel „Der erste Geburtstag“.

Genauso wie Du Dich früher in die Rolle als Mutter oder Vater eingelebt hast, wird es auch als Oma oder Opa sein. Kommuniziere mit den Eltern offen über Deine Unsicherheiten oder mögliche Fragen, sodass ihr gemeinsam eine Lösung findet. Am wichtigsten ist es, dass Du die Zeit mit Deinem Enkel genießt und ihr viele Abenteuer zusammen erlebt!

Häufig gestellte Frage

Eine Regel gibt es hierzu nicht. Regelmäßige Besuche und gemeinsame Aktivitäten sind jedoch sehr sinnvoll, um den Familienzusammenhalt zu stärken und Teil der Entwicklung des Enkels zu sein.

Das ist ganz individuell. Manche Babys können schon mit ein paar Wochen stundenweise bei den Großeltern bleiben, manche erst mit einem Jahr. Probiert es gemeinsam aus und achtet darauf, dass sich sowohl Enkel als auch Oma und Opa wohlfühlen.

Als Oma oder Opa bist Du eine wichtige Bezugsperson im Leben Deines Enkels. Von Dir kann Dein Enkelkind neue Dinge lernen und genießt vielleicht die weniger strenge Erziehung. Auch für die Eltern bist Du eine wichtige Unterstützung und schenkst ihnen zum Beispiel durch das Babysitten Zeit für sich.

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